Neuer Partner für Breitbandausbau?

Querfurt will schnelleres Internet für seine Haushalte

Sina Schuldt/dpa25bsh31u4a6qV26-o98BB29Cgb6 Sina Schuldt/dpa

Mit wem Querfurt zusammenarbeiten könnte.

Querfurt - Im Zuge der Baumaßnahmen im Freimarkt und in der Osterhäuser Straße im Ortsteil Gatterstädt will die Stadt Querfurt auch die Breitband-Versorgung sicherstellen lassen. Dies gleichzeitig mit umzusetzen, erwies sich dort bisher allerdings als schwierig. Darum müssten zunächst Leerrohre verlegt werden, erklärte Bürgermeister Andreas Nette (parteilos) mehrfach in den vergangenen Monaten. Nun könnte die Stadt aber einen Telekommunikationsdienstleister gefunden haben, der sich an den Baumaßnahmen beteiligt.

Vertreter für neuen Breitband-Ausbau kommen zur Stadtratssitzung

Wie der Bürgermeister in der jüngsten Stadtratssitzung berichtete, hat er Gespräche mit der Envia-Tel geführt. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EnviaM. Die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, so Nette, dass der Dienstleister bei den genannten Maßnahmen mitwirkt. Darüber hinaus habe die Envia-Tel Interesse an einem Projekt in Querfurt gezeigt, erklärte der Bürgermeister weiter. Dabei geht es um den flächendeckenden Breitbandausbau in der Kernstadt.

Das sei eine positive Sache, meinte er. Denn würde die Stadt den Ausbau in der Innenstadt über eine Förderung bewerkstelligen wollen, würde es noch wenigstens fünf, sechs Jahre in Anspruch nehmen, ergänzte Nette. Seinen Angaben zufolge habe er einen Vertreter des Unternehmens in die nächste Stadtratssitzung eingeladen, der dort über das Vorhaben berichten soll.

Viele Haushalte in Querfurt haben weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung

Der Bürgermeister machte in der vergangenen Ratssitzung noch einmal deutlich, dass die Breitbanderschließung in Teilen des Ortsteiles Lodersleben und in der Querfurter Fichtensiedlung bis Ende 2022 erfolgen soll.

Das erfolge über die Förderung, die der Landkreis Saalekreis beantragt hat. Davon profitieren jene Haushalte, denen bisher nur ein Anschluss mit weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung steht und für die sich bei einer Marktabfrage vor einigen Jahren kein Unternehmen für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau gefunden hatte. (mz/Anke Losack)