Wahl

Bürgermeisterkandidat Michael Schelle will gemeinsam ans Ziel kommen

Bewerber möchte unter anderem öffentliche Belange digital anbieten.

Von Luisa König 11.05.2022, 18:00
Michael Schelle will Bürgermeister von Nemsdorf-Göhrendorf werden.
Michael Schelle will Bürgermeister von Nemsdorf-Göhrendorf werden. (Foto: Luisa König)

Nemsdorf-Göhrendorf/MZ - „Gemeinsam mit Dir!“, lautet das Motto des 31-jährigen Michael Schelle. Er ist der jüngste Bewerber bei den diesjährigen Bürgermeisterwahlen im Weida-Land und kandidiert für das Amt in Nemsdorf-Göhrendorf. Schon sein halbes Leben wohnt er in Göhrendorf und nun möchte er das Dorf voranbringen. „Was mir fehlt, ist, dass die Bewohner stärker mit einbezogen werden“, sagt der Angestellte im Landwirtschaftsbetrieb Schnellroda. Die Gemeinderatssitzungen seien zwar öffentlich, jedoch könnten manche Arbeitnehmer zu der Uhrzeit nicht daran teilnehmen. Dort möchte Schelle nachbessern: „Die Sitzungen sollen digitalisiert werden, so dass man auch im Nachhinein schauen kann, wer wie argumentiert hat. Wir können uns da ein Vorbild an größeren Städten nehmen.“

Er selbst kennt das Problem, nicht immer vor Ort sein zu können. Bis 2016 musste er zu seiner Arbeitsstelle pendeln und aktuell absolviert er ein Fernstudium im Bereich Agrarmanagement. Dadurch habe er keine Zeit gehabt, sich Vereinen oder Gemeinderäten anzuschließen. Außerdem sei er Mitglied der Tierschutzpartei, was ihn zeitlich zusätzlich fordere. Für die Wahl tritt er aber ohne Partei an und im Falle eines Sieges, möchte er die Parteiarbeit zurückstellen und sich auf den Posten des Bürgermeisters konzentrieren.

Ideen, die er dann umsetzen möchte, hat Schelle bereits reichlich. So möchte er die Gemeinde gemeinschaftlich verschönern: „Ich möchte das Thema Hundekotstationen noch mal auf den Tisch bringen. Ja, das kostet, schafft aber auf Dauer ein schöneres Dorfbild.“ Als Alternative könne man auch die Papierkörbe dafür freigeben.

Wichtig ist ihm zudem, dass mehr soziokulturelle Einrichtungen im Dorf entstehen. Dabei wünscht er sich, dass diese auch einen Standort in dem sonst seiner Meinung nach oft vernachlässigten Ortsteil Göhrendorf bekommen und nicht ausschließlich in Nemsdorf ihren Sitz finden.

Ansonsten verfolgt er innovative Ideen, wie eine intelligente Straßenbeleuchtung, bei der jede Laterne eine Nummer habe, die man anrufen könne. Daraufhin würde sie über einen bestimmten Zeitraum laufen. „Die müssen nicht die ganze Nacht brennen, da könnte man Zeit einsparen“, sagt der Bewerber.

Die Gemeinden Barnstädt und Nemsdorf-Göhrendorf wählen am 22. Mai ihren Bürgermeister. MZ stellt an dieser Stelle die sechs Kandidaten vor.