Drei Instrumente zugleich

17-Jähriger bringt den Groove in die Burg Querfurt

Wie der 17-jährige Christian Jany das Image der Musikschule Querfurt aufpolieren soll – und drei Instrumente zugleich erlernt.

Von Jakob Milzner
Der Flügel ist sein Freund: Christian Jany im Übungsraum der Musikschule Querfurt.
Der Flügel ist sein Freund: Christian Jany im Übungsraum der Musikschule Querfurt. (Foto: Jakob Milzner)

Querfurt/MZ - Christian Jany sitzt etwa einen Meter vor der Kamera, deren Fokus direkt auf sein Gesicht ausgerichtet ist. Der 17-jährige Musikschüler schaut kurz in die Linse, dann senkt sich sein Blick auf die vor ihm stehende Trommel. Zunächst ganz langsam beginnt er einen regelmäßigen Takt zu schlagen, der nach und nach immer schneller wird, bis die Stöcke in einem einzigen Wirbel fast zu verschwinden scheinen. Doch schaut man auf seine Arme, bewegen sie sich kaum. Nur aus den Händen kommt die Bewegung, die einen immer rasenderen Rhythmus hervorbringt. Bis die Übung ihren Höhepunkt erreicht hat und die Schläge wieder langsamer werden.

Das Schlagzeug ist nur eins von drei Instrumenten, die der junge Querfurter erlernt. Auf dem Klavier spiele er am längsten, erzählt der Schüler, schon im Kindergartenalter habe er damit begonnen. Später kamen noch Schlagzeug und Gitarre hinzu. „Da juckt’s einen gleich in den Fingern“, lacht Musiklehrer Josef Simeth, als sich Jany an den Flügel setzt und eine rhythmische Version des Songs „Sir Duke“ von Stevie Wonder, man kann es einfach nicht anders ausdrücken, aufs Parkett legt.

Wieder ist die Kamera dabei. Denn Jany übt an diesem Tag nicht einfach wie gewöhnlich: Er ist der Protagonist eines neuen Imagefilms, mit dem die Musikschule Querfurt neue Schülerinnen und Schüler gewinnen möchte. Dazu hat Schulleiter Sebastian Freisleben außer der Kamera auch noch ein Mikrofon neben Jany aufgebaut. Und der lässt ihn nicht hängen. Wieder greifen die Finger zielsicher und kräftig in die Tasten, wieder groovet dieser enorm tanzbare Soulsound durch den mit rotem Teppich ausgelegten Übungsraum, aus dessen Fenstern man auf die Türme der Burg Querfurt blickt. „Und das nach der Sommerpause“, freut sich Schulleiter Freisleben, „das gibt’s doch gar nicht.“

„Am Anfang habe ich viel Klassik gespielt. Später habe ich dann eher Jazz gespielt, das macht mir auch ein bisschen mehr Spaß als Klassik. Es ist einfach nicht dieses Altmodische, dieses Strikte. Man kann mehr machen, was man will“, sagt der 17-jährige Multiinstrumentalist.

„Ein richtig großer Klangkörper“

Wieder ist die Kamera dabei. Denn Jany übt an diesem Tag nicht einfach wie gewöhnlich: Er ist der Protagonist eines neuen Imagefilms, mit dem die Musikschule Querfurt neue Schülerinnen und Schüler gewinnen möchte. Dazu hat Schulleiter Sebastian Freisleben außer der Kamera auch noch ein Mikrofon neben Jany aufgebaut. Und der lässt ihn nicht hängen. Wieder greifen die Finger zielsicher und kräftig in die Tasten, wieder groovet dieser enorm tanzbare Soulsound durch den mit rotem Teppich ausgelegten Übungsraum, aus dessen Fenstern man auf die Türme der Burg Querfurt blickt. „Und das nach der Sommerpause“, freut sich Schulleiter Freisleben, „das gibt’s doch gar nicht.“

„Am Anfang habe ich viel Klassik gespielt. Später habe ich dann eher Jazz gespielt, das macht mir auch ein bisschen mehr Spaß als Klassik. Es ist einfach nicht dieses Altmodische, dieses Strikte. Man kann mehr machen, was man will“, sagt der 17-jährige Multiinstrumentalist.

„Ein richtig großer Klangkörper“

Neben dem Einzelunterricht gebe es an der Musikschule auch unterschiedliche Ensembles, erzählt Sebastian Freisleben. „Die großen sind das Blasorchester und die Big Band, was jetzt im letzten Jahr natürlich schwierig war“, berichtet er. Denn das Blasorchester bestehe aus bis zu 30 Personen, assistiert Lehrer Simeth, „also ein richtig großer Klangkörper.“ In Pandemiezeiten sei diese Gruppe auf etwa 15 Köpfe zusammengeschrumpft. „Wir sind jetzt dabei, das langsam wieder aufzuforsten.“

Die Schule biete den Kindern und Jugendlichen sowohl die Möglichkeit, Musik als Hobby zu verfolgen, als auch eine Karriere anzustoßen, betont ihr Leiter Freisleben. Er selbst habe an der Schule seinen ersten Musikunterricht gehabt. Ob Christian Jany ebenfalls eine musikalische Karriere verfolgen möchte, weiß er noch nicht: „Musik ist schon ein sehr großer Teil von meinem Leben, unabhängig davon, ob ich jetzt an der Musikschule spiele. Ich höre meistens Musik, das ist ein großer Teil von mir und gibt mir Energie“, sagt er in die Kamera.Am 16. und 17. Oktober können sich Interessierte ein eigenes Bild von den Angeboten der Schule machen. Am Samstag, 16. Oktober, findet ein Festkonzert, und am Sonntag, 17. Oktober, ein Tag der offenen Tür statt.