Sechsjährige Jessica gibt sanierte Straße frei

GÜNTERSBERGE/MZ. - "Friedensstraße - symbolträchtiger können die Verbindung und heutige Fertigstellung nicht sein", begann Meik Noppe, amtierender Bürgermeister von Harzgerode, seine Rede. Die Investition sei ein langersehnter Wunsch der Anlieger und vieler Einwohner gewesen. Weiter betonte er: "Die alte Fahrbahn und Seitenbereiche waren teilweise unbefestigt. Nun ist der alte Flickenteppich verschwunden." Dies bedeute einen Fortschritt zur Verkehrssicherheit für Fußgänger sowie ...

Von HOLGER HADINGA 19.11.2009, 17:38

"Friedensstraße - symbolträchtiger können die Verbindung und heutige Fertigstellung nicht sein", begann Meik Noppe, amtierender Bürgermeister von Harzgerode, seine Rede. Die Investition sei ein langersehnter Wunsch der Anlieger und vieler Einwohner gewesen. Weiter betonte er: "Die alte Fahrbahn und Seitenbereiche waren teilweise unbefestigt. Nun ist der alte Flickenteppich verschwunden." Dies bedeute einen Fortschritt zur Verkehrssicherheit für Fußgänger sowie Autofahrer.

Des Weiteren bedankte sich Noppe bei den An- und Einwohnern, Bau-Vertretern sowie Ortsbürgermeister Kurt Kipper für ihr Kommen. Dank galt auch der Kindertagesstätte "Burgmäuse". Ihrem Namen entsprechend waren die Jungen und Mädchen wie Mäuse im Gesicht angemalt. Sie erfreuten die Anwesenden mit Liedern. Dafür ernteten sie reichlich Beifall. Der wurde noch lauter und länger, als die sechsjährige Jessica Heydecke mit einer goldenen Schere symbolisch das Band zur Freigabe durchschnitt.

Aus finanziellen Gründen konnte die Baumaßnahme im Ortsteil Güntersberge in den vergangenen Jahren nicht in Angriff genommen werden. Doch 2009 wurde die Maßnahme fest im Haushalt der Stadt Harzgerode verankert. Am 24. Juni kam der Zuwendungsbescheid. Baubeginn war der 26. August. Ausgebaut wurden die 160 Meter lange Friedensstraße sowie die 50 Meter lange Zufahrt zum alten Rathaus. Die Straßenbreite beträgt vier bis fünfeinhalb Meter.

"Es erfolgen lediglich noch einige Nachbesserungen. Diese sind das Nachschneiden und Vergießen der Fugen", erklärte Diplom-Ingenieur Stefan Großmann, Geschäftsführer der Magdeburger Ingenieurgesellschaft Stegroplan. Das Unternehmen war für die Planung und Überwachung zuständig. Der Zeitrahmen wurde eingehalten.

Es wurde Asphalt verwendet. Den Kreuzungsbereich statteten die Arbeiter mit Granitstein-Großpflastern aus, vor der Sparkasse befinden sich Granitkleinpflaster. Großmann: "Ebenso bestehen alle Borde aus Granit. Dieses Material hält äußerst lang." Zur Ausstattung gehören auch vier Fahrradparker, zwei Bänke sowie ein Papierkorb. 1 700 Quadratmeter beträgt die befestigte Gesamtfläche. Die Kosten liegen bei rund 341 000 Euro, etwa 200 000 stammen aus der Förderung.

Bauherr war die Stadt Harzgerode, Bauausführer die Umweltschutz- und Tiefbaugesellschaft Sangerhausen. Das Projekt gehört zu einem EU-Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum des Landes Sachsen-Anhalt. Somit hatte das Band zur Straßenfreigabe die symbolische blaue EU-Farbe und war mit den EU-Sternen versehen.