Anbau

Ernte auf den Weinbergen in Westerhausen und Quedlinburg: Die Lese läuft

Im Harzer Weingut Kirmann wird nun geerntet. Womit begonnen wurde und wie die Trauben gleich verarbeitet werden.

Von Petra Korn 20.09.2022, 16:36
Große Trauben mit fruchtig-süß schmeckenden, blauschwarzen Beeren: An diesem Morgen beginnt die Ernte an den Dornfelder-Rebstöcken im Weinberg am Königstein.
Große Trauben mit fruchtig-süß schmeckenden, blauschwarzen Beeren: An diesem Morgen beginnt die Ernte an den Dornfelder-Rebstöcken im Weinberg am Königstein. Foto: Petra Korn

Saskia Appenroth schiebt die Blätter vorsichtig zur Seite, schneidet die dahinter hängende große Traube mit den blauschwarzen Beeren ab und dreht diese hin und her. „Ich kontrolliere, ob die Beeren Fraßstellen haben. Solche Beeren werden gleich herausgeschnitten. Sind es zu viele, wird die komplette Traube entsorgt“, erklärt die Mitarbeiterin des Harzer Weingutes Kirmann. Im Weingut läuft jetzt die Lese, und an diesem Morgen, kurz nach 8 Uhr, wird mit der Ernte an den Dornfelder-Rebstöcken im Westerhäuser Weinberg am Königstein begonnen. „Ich hätte gern noch einige Zeit gewartet, damit die Trauben noch etwas mehr reifen können. Doch die Kirschessigfliege, die eigentlich laut Experten nicht fliegt, fliegt gerade los“, sagt Winzer Matthias Kirmann. Die Schädlinge sägen die Beeren an, legen ihre Eier darin ab, und nach zwei Tagen beginnen die Larven, das Fruchtfleisch zu fressen. Nach einer Woche verlassen die erwachsenen Insekten die Beere – und starten den nächsten Zyklus. „Der Dornfelder ist für den Befall sehr anfällig.“ Weshalb nun an den Rändern des Weinbergs die Lese gestartet wird.

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