25 Millionen Euro im Unterharz investiert

Quedlinburg/Harzgerode/MZ. - In den Jahren 2005 bis 2007 hat Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz in den Unterharz-Orten rund 25 Millionen Euro für die Schmutz-, die Niederschlagswasserkanalisation und die Erneuerung des Trinkwassernetzes investiert. "Wir haben hier in den drei Jahren Maßnahmen durchgeführt, für die man üblicherweise einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren braucht", erläutert Lutz Günther, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Mit diesen Investitionen erfolge jetzt die Abwasserentsorgung auf dem gesetzlich vorgeschriebenen Niveau, unterstreicht der Geschäftsführer. Und: Die Baumaßnahmen - "auch das ist keine Selbstverständlichkeit" - hätten überwiegend gemeinsam mit anderen Versorgungsunternehmen und den Straßenbaulastträgern durchgeführt werden können, verweist Lutz Günther auf die so entstandene "modernste ...

Von Petra Korn 26.02.2008, 18:17

In den Jahren 2005 bis 2007 hat Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz in den Unterharz-Orten rund 25 Millionen Euro für die Schmutz-, die Niederschlagswasserkanalisation und die Erneuerung des Trinkwassernetzes investiert. "Wir haben hier in den drei Jahren Maßnahmen durchgeführt, für die man üblicherweise einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren braucht", erläutert Lutz Günther, Geschäftsführer des Zweckverbandes. Mit diesen Investitionen erfolge jetzt die Abwasserentsorgung auf dem gesetzlich vorgeschriebenen Niveau, unterstreicht der Geschäftsführer. Und: Die Baumaßnahmen - "auch das ist keine Selbstverständlichkeit" - hätten überwiegend gemeinsam mit anderen Versorgungsunternehmen und den Straßenbaulastträgern durchgeführt werden können, verweist Lutz Günther auf die so entstandene "modernste Infrastruktur".

Natürlich seien die Arbeiten auch "mit Dreck, mit Ärger verbunden" gewesen. Und es habe auch einige Beschwerden gegeben. Doch der überwiegende Teil der Bürger habe "sehr viel Verständnis" gezeigt, ist es Lutz Günther "persönlich ganz wichtig", sich dafür bei den Einwohnern zu bedanken.

Dass diese Baumaßnahmen erst möglich wurden, sei den politisch Verantwortlichen im "Unterharz" zu verdanken, nennt der Geschäftsführer die Bürgermeister der Kommunen, die Räte und den Verwaltungsamtsleiter. Er erinnerte daran, dass einige Orte erst 2004 Mitglied des Zweckverbandes geworden seien. Das Land habe die Baumaßnahmen gefördert; und Verständnis und Zustimmung, den Investitionsschwerpunkt in den Unterharz zu legen, habe es auch bei den anderen Mitgliedskommunen des Zweckverbandes gegeben.

Wie der Geschäftsführer zum Stand der Arbeiten erläuterte, sind die geplanten Investitionen in Güntersberge, Schielo, Siptenfelde und Straßberg so gut wie abgeschlossen; hier erfolgen nur noch Restarbeiten im Deckenschluss bzw. bei den Hausanschlüssen. Noch offen sind Arbeiten in Dankerode - die aus logistischen Gründen nicht gleich mit realisiert werden konnten - und in Harzgerode, wo noch umfangreichere Investitionen erfolgen müssen. Gebaut wurden in den vergangenen drei Jahren zwei Kläranlagen - in Schielo und in Straßberg -, mehrere Pumpstationen und allein in den Jahren 2005 und 2006 Kanäle, Überleitungen und Hausanschlüsse mit einer Gesamtlänge von 30 Kilometern, zu denen im vergangenen Jahr weitere Kilometer hinzu kamen. Letztlich seien diese Investitionen auch ein "Wirtschaftsfaktor" gewesen: "Wir haben in diesen drei Jahren Baufirmen Arbeit in Größenordnungen gegeben."

Mit dem Anschluss an die zentrale Schmutzwasserentsorgung beträgt das zu zahlende Entgelt 3,20 Euro je Kubikmeter Abwasser. Im Herbst soll der Verbandsversammlung die Kalkulation für die Jahr 2009 bis 2011 vorgelegt werden. "Die wirtschaftliche Stabilität des Verbandes ist auch weiterhin gewährleistet", unterstreicht Lutz Günther. Und trotz steigender Preise bei Strom, Gas und Kraftstoffen sei "zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass wir die Gebühr auch weiterhin stabil halten", so der Geschäftsführer weiter. "Schon daran zeigt sich, dass die Maßnahmen richtig waren", so Günther auch mit Blick auf die Entscheidung der Kommunen.