Handball

Rettung im letzten Moment: HCB-Zweite macht den Klassenerhalt klar

Nachdem sie am Samstag in Wolfen den ersten Matchball knapp vergeben haben, holen die Burgenländer am Sonntag beim Schlusslicht die noch fehlenden Punkte.

Von Harald Boltze 13.06.2022, 09:33
Eigentlich in der Drittliga-Mannschaft des HC Burgenland aktiv, steuerte Marek Hnidák (hier in einer früheren Partie beim Wurf zu sehen) am Sonntag fünf Tore für den Klassenerhalt der Zweiten bei.
Eigentlich in der Drittliga-Mannschaft des HC Burgenland aktiv, steuerte Marek Hnidák (hier in einer früheren Partie beim Wurf zu sehen) am Sonntag fünf Tore für den Klassenerhalt der Zweiten bei. (Foto: Archiv/Biel)

Naumburg - Es war keine gute Saison für die Männer des HC Burgenland, doch wenigstens war es keine komplett desaströse. Dies wäre nämlich der Fall gewesen, müsste neben der ersten Mannschaft der Burgenländer, die bekanntlich die 3. Liga nicht halten konnte, auch die Reserve absteigen. Dies wurde jedoch am Wochenende mit den letzten beiden Partien dieser Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga verhindert.

Den ersten Matchball dazu vergab die Mannschaft von Spielertrainer Marcus Deibicht zunächst jedoch am Sonnabend in Wolfen, wo man der HSG mit 23:24 unterlag. „Wir sind zunächst einfach nicht mit den schwierigen Verhältnissen in der Wolfener Halle, wo Kleberverbot herrscht, zurechtgekommen. Dazu haben wir uns viele Fehler geleistet und waren auch einfach nicht bei 100 Prozent, das müssen wir uns schon ankreiden“, ärgerte sich Deibicht auch einen Tag später noch über eine Partie, die permanent auf Messers Schneide ablief.

SACHSEN-ANHALT-LIGA, Männer: HSG Wolfen - HC Burgenland II 24:23 (12:11). HCB II: Max Knoblauch, Marius Göbner; Marcus Deibicht 1, Tom-Erik Röhrborn, Marcus Födisch 4, Stephan Fichtner 5/3, Eric Emmerich, Mirco Fritzsche, Marek Hnidák 8, Bastian Pohl 1, Stefan Wallis, Laurenz Kröber 2, Paul Zänker 2, Martin Tillmann - Siebenmeter: HSG 6/5, HCB II 4/3; Zeitstrafen: HSG 6 (plus eine Rote Karte), HCB II 5.

„Es braucht keine Relegation“

Der Ärger schwächte sich dann jedoch am gestrigen Sonntag ab, nachdem man bei Schlusslicht Post Magdeburg mit 26:18 gesiegt hatte. In der Landeshauptstadt schienen die Kräfteverhältnisse schnell klar zu sein. Ein als Absteiger feststehendes, relativ schwaches Team traf auf einen natürlich motivierten Gast, der sich zudem mit Marek Hnidák, Stephan Fichtner und Laurenz Kröber aus der Ersten verstärkt hatte.

Dementsprechend zogen die Burgenländer nach etwa einer Viertelstunde auch mit vier Toren davon, „und eigentlich hätten wir schon zur Halbzeit mit zehn oder gar 15 Treffern Abstand führen müssen“, so Deibicht. Erneut viele technische Fehler, dazu reihenweise vergebene Torchancen verhinderten dies aber. „Da hat man gesehen, dass wir ganz schön Druck hatten“, versuchte sich der HCB-Spielertrainer anschließend in einer Analyse. Man sei nun auf jeden Fall erleichtert, obwohl sich Deibicht aufgrund der etwas unklaren Abstiegsregelung gar nicht so sicher über den Klassenerhalt war. „Doch, doch, es reicht. Wenn man sich anschaut, was von oben runterkommt, braucht es keine Relegation“, stellte aber HCB-Präsident Uwe Gering klar.

Post SV Magdeburg - HC Burgenland II 18:26 (9:14). HCB II: Max Knoblauch, Marvin Richter; Marcus Deibicht 1, Tom-Erik Röhrborn, Marcus Födisch 4/2, Stephan Fichtner 2, Marek Hnidák 5, Bastian Pohl 4, Stefan Wallis, Laurenz Kröber 5, Paul Zänker 3/1, Sebastian Enke 2, Robert Voigt, Martin Tillmann - Siebenmeter: Magdeburg 1/1, HCB II 4/3; Zeitstrafen: Magdeburg 2, HCB II 3.

Frauenteam vor spannendem Finale

Ihr Play-off-Spiel in der Mitteldeutschen Oberliga am Sonntag beim Dessau-Roßlauer HV haben die Frauen des HC Burgenland wegen zahlreicher corona- und grippebedingter Ausfalle absagen müssen (wir berichteten). Nun muss abgewartet werden, ob der Gastgeber das Angebot des HCB, die Partie am kommenden Freitag oder Samstag nachzuholen, annimmt. Am kommenden Sonntag, 19. Juni, 16 Uhr, bestreiten die Burgenländerinnen das entscheidende Spiel um die Meisterschaft beim TSV Niederndodeleben. Gewinnen sie dieses, haben sie den Titel auf jeden Fall sicher - egal, was mit der Partie in Dessau passiert.