Männer des HC Burgenland gewinnen zum Auftakt der neuen Drittliga-Saison

Popa erwischt einen Sahne-Tag

Handball: Team von Trainer Steffen Baumgart setzt sich mit 27:24 beim SV Plauen-Oberlosa durch.

Von Torsten Kühl
Marcel Popa (am Ball, hier im Teststpiel gegen Delitzsch) erzielte zum  Saisonauftakt acht Tore für den HC Burgenland bei Drittliga-Aufsteiger SV Plauen-Oberlosa und war damit bester Werfer seines Teams.
Marcel Popa (am Ball, hier im Teststpiel gegen Delitzsch) erzielte zum Saisonauftakt acht Tore für den HC Burgenland bei Drittliga-Aufsteiger SV Plauen-Oberlosa und war damit bester Werfer seines Teams. (Foto: Torsten Biel)

Plauen/Naumburg - Wie vor einem Jahr (damals daheim als Aufsteiger gegen die HSG Ostsee) sind die Handballmänner des HC Burgenland mit einem Sieg in die Drittliga-Saison gestartet. Bei Neuling SV Plauen-Oberlosa setzte sich das Team von Steffen Baumgart zum Auftakt in der Staffel C am Samstagabend vor 415 Zuschauern mit 27:24 durch.

Die Gäste fanden in der Kurt-Helbig-Halle gut ins Spiel, lagen über weite Strecken der ersten Halbzeit mit drei Treffern vorn, aber die Sachsen drehten das Ergebnis. Doch bei der Halbzeitsirene lagen wieder die Burgenländer vorn, nachdem Mirco Fritzsche vom Kreis und Kapitän Kenny Dober per Siebenmeter getroffen hatten. „Auch nach dem Seitenwechsel sind wir ordentlich gestartet, dann aber haben wir im Angriff die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen und einen Vier-Tore-Vorsprung etwas leichtfertig verspielt“, so Trainer Baumgart. Aber - und das war für den HCB-Coach die gute Nachricht - auch in diesen Phasen stand die Abwehr der Burgenländer einigermaßen sicher. Woran auch der erfahrene Neuzugang Miloje Dolic seinen Anteil hatte. „Er hat uns, obwohl er kaum mit uns trainieren konnte, sofort Stabilität verliehen“, freute sich Baumgart über den Einstand des Serben mit ungarischem Pass.

Dass Plauen-Oberlosa aus einem 12:16-Rückstand in lediglich neun Minuten eine 19:18-Führung machte, beeindruckte die Gäste dann auch wenig. „Natürlich haben uns die beiden Roten Karten für die Einheimischen, die sie für Fouls bei unseren Tempogegenstößen gesehen haben, geholfen“, gab Baumgart zu. „Beide Male hätte vielleicht auch eine Zwei-Minuten-Strafe gereicht, aber es gab glatt Rot.“ Das müsse man sich als Referees gegen die Heimmannschaft erst mal trauen. Unabhängig davon, fand der HCB-Coach, „war das bislang das beste Schiedsrichter-Gespann, das ich in einem Auswärtsspiel unserer Mannschaft erlebt habe“.

In der Offensive überragte bei den Burgenländern zum Saisonauftakt Marcel Popa, der einen Sahnetag erwischte und in der Startviertelstunde sechs der zehn HCB-Treffer aus dem Rückraum erzielte. „Ich habe ihn dann erst mal ausgewechselt, weil ich glaubte, er könne eine Erholungspause vertragen. Dem war aber wohl nicht so, wie er mir später zu verstehen gb. Da müssen wir noch ein bisschen an der Kommunikation arbeiten“, meinte Steffen Baumgart schmunzelnd. Mit insgesamt acht Torerfolgen war Popa der beste Werfer seines Teams, gefolgt von Routinier Sascha Meiner, der von der Linksaußenposition viermal einnetzte und zudem drei Siebenmeter sicher verwandelte, sowie der auf Rechtsaußen spielende Co-Trainer Philipp Große mit sechs Treffern.

Am kommenden Sonnabend, 11. September, 19.30 Uhr, bestreiten die HCB-Männer in der Hohenmölsener Glückauf-Sporthalle gegen den HSV Hannover ihr erstes Heimspiel.

Statistik:

SV Plauen-Oberlosa - HC Burgenland 24:27 (12:13). HCB: Hendrik Halfmann, Max Neuhäuser, Marius Göbner; Kenny Dober 3/1, David Heinig, Cornelius Lange, Florian Pfeiffer, Mirco Fritzsche 3, Kevin Szep-Kis, Tom Hanner, Marcel Popa 8, Sascha Meiner 7/3, Miloje Dolic, Philipp Große 6, Janko Pesic; kein Einsatz: Erik Stepan - Siebenmeter: Plauen 7/5, HCB 5/4; Zeitstrafen: Plauen 6 (plus zwei Rote Karten), HCB 5.

Weiter spielten in der Staffel C:

Anhalt Bernburg - MTV Braunschweig 23:27, TuS Vinnhorst - SC Magdeburg II 34:26, HSV Hannover - Hannover-Burgwedel 27:24, TSV Burgdorf II - Northeimer HC 28:29.