Nach drei Bränden in Naumburg

Nach tragischem Feuer in Raschstraße laufen die Ermittlungen noch

Von Harald Boltze
Bei einem Brand in der Raschstraße kamen im März zwei Menschen ums Leben. Die Ermittlungen der Behörden laufen noch.
Bei einem Brand in der Raschstraße kamen im März zwei Menschen ums Leben. Die Ermittlungen der Behörden laufen noch. (Foto: Torsten Biel)

Naumburg - Wer ist im Februar, März und Mai für die drei Brände in der Freyburger, Rasch- und Bürgergartenstraße verantwortlich gewesen? Diese Frage beschäftigt die Naumburger. Während für das erste Unglück, als in der Freyburger Straße bei einem Hausbrand zwei Menschen ums Leben kamen, kein Fremdverschulden vorlag, sind die Ermittlungen in den anderen Fällen noch nicht abgeschlossen. Das ergab eine Nachfrage von Tageblatt/MZ bei Polizei und Staatsanwaltschaft.

Für sehr große Anteilnahme hatte das Feuer im März in einem Mehrfamilienhaus am Jägerspielplatz in der Raschstraße gesorgt. Dort waren eine 43-jährige Frau und ihr 20-jähriger Sohn ums Leben gekommen. Schon kurz darauf konzentrierten sich die Ermittlungen der Behörden auf Brandstiftung. Diese jedoch laufen noch immer, so dass die Polizeiinspektion Halle dazu keine weitere Informationen herausgeben kann.

Noch nicht einmal einen Tatverdächtigen gibt es anscheinend im Fall eines Autobrandes im Mai in der Bürgergartenstraße. In Flammen gesetzte Mülltonnen hatten auf ein Fahrzeug übergriffen und dieses zerstört. Da der Wagen einem Politiker der Partei Die Linke gehört, der zudem in der Flüchtlingshilfe engagiert ist, war ein politischer Hintergrund in Betracht gezogen worden. Wie Oberstaatsanwältin Heike Geyer aber auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, läuft das Verfahren aber weiterhin gegen Unbekannt.