Altes Gemeindehaus rückt in den Fokus

Arztpraxis nun bald in Leislau?

Für das geschlossene Landambulatorium in Casekirchen gibt es einen möglichen Ersatzstandort.

Von Andreas Löffler
Das frühere Gemeindehaus in Leislau wird als mögliches Ausweichobjekt für das geschlossene Casekirchener Landambulatorium favorisiert.
Das frühere Gemeindehaus in Leislau wird als mögliches Ausweichobjekt für das geschlossene Casekirchener Landambulatorium favorisiert. (Foto: Andreas Löffler)

Casekirchen - Die Bemühungen um die Weiterführung der vom vormaligen Betreiber MVZ Dreiländereck geschlossenen Allgemeinarztpraxis in Casekirchen halten an. Nachdem durch den privaten Verkauf der bisher genutzten Immobilie in Casekirchen eine neue Situation entstanden war, suchten Kommunalpolitiker vor Ort, angeführt von Wethautal-Verbandsgemeindebürgermeisterin Kerstin Beckmann und Bürgermeister Rolf Werner (Molauer Land), fieberhaft nach einem Ausweichobjekt.

Wurde zunächst etwa die einstige Gaststätte in Molau in Erwägung gezogen, haben sich die Überlegungen mittlerweile wie folgt konkretisiert: „Wir haben dem an der Übernahme und dem Weiterbetrieb der ärztlichen Versorgung im Molauer Land interessierten MVZ Dr. Kielstein aus Erfurt das ehemalige Gemeindehaus in Leislau als möglichen neuen Praxisstandort vorgeschlagen“, sagt VG-Bürgermeisterin Kerstin Beckmann. Zusammen mit ihrem Bürgermeister-Kollegen Rolf Werner habe sie MVZ-Geschäftsführer Dr. Mario Liehr bereits zum Vor-Ort-Termin in Leislau empfangen. „Dr. Liehr hat sich sehr angetan gezeigt und nochmals das Interesse an einem Einstieg bekräftigt. Die Vorzüge des Objekts liegen in der Tat auf der Hand: Es bietet genug sanitäre Einrichtungen, befindet sich in einem ordentlichen Zustand, der die sofortige Nutzung erlaubt, und ist gut erschlossen inklusive ebenerdiger Parkplätze“, zählt Beckmann auf. Angesichts von nur ein, zwei Stufen an den Eingängen sei das Objekt auch unaufwendig barrierefrei gestaltbar.

Weiterer Pluspunkt: Da Leislau doch eine Ecke von Schkölen entfernt liegt, wo das MVZ Dr. Kielstein bereits eine Praxis betreibt, wäre es auch aus rein geografischer Sicht eine sinnvolle „Netzerweiterung“ für die Erfurter. Während dem MVZ nun Bauunterlagen und Grundrisse zwecks Planung eines etwaigen Umbaus zugearbeitet werden, bleibt das Thema personelle Besetzung weiterhin ungeklärt. Dem Vernehmen nach hat sich die vom MVZ aus den eigenen Reihen dafür vorgesehene Medizinerin anderweitig orientiert. „Wir bleiben trotzdem guten Mutes“, betont Beckmann. Auch mit der im früheren Molauer Gemeindehaus aktiven Strick- und Seniorengruppe konnte eine Einigung erzielt werden. „Ein Raum ließe sich weiter dafür nutzen - und auch für andere Belange wie etwa die Sprechstunde des Regionalbereichsbeamten der Polizei.“