Laborveranstaltung, Werkstätten und kleinere Seminare

Studenten sollen im Präsenzunterricht zurück an die Hochschule Merseburg kehren

Von Robert Briest
Hauptgebäude der Hochschule Merseburg.
Hauptgebäude der Hochschule Merseburg. (Foto: Wölk)

Merseburg/MZ - Die Hochschule Merseburg will im kommenden Semester wieder in den Präsenzbetrieb zurückkehren. Dies erklärte Rektor Jörg Kirbs zum Abschluss des Sommersemesters. Das sollte eigentlich bereits in einer Mischung aus Präsenz- und Onlineveranstaltungen stattfinden. „Es ist dann aber doch großteils ein Digitales geworden“, berichtet Kirbs über sein vorletztes Halbjahr als Rektor.

Fernprüfungsordnung ist umstritten

Erst nach dem 31. Mai hätten zumindest Laborveranstaltung, Werkstätten und kleinere Seminare wieder vor Ort stattfinden können. Allerdings hätten sich Dozenten und Studenten teils verständigt, doch beim digitalen Format zu bleiben.

Derzeit laufen an der Hochschule noch die Prüfungen, teils vor Ort, teils digital. Bereits im Vorsemester hätten einige Kollegen digitale Prüfungen abgenommen, berichtet Kirbs. Nun gäbe es dafür aber auch eine Fernprüfungsordnung. Das Ganze sei jedoch nicht unumstritten, da zumindest zu Prüfungsbeginn ein Blick in das Zimmer des Prüflings geworfen werden müsse, um zu sehen, dass es dort keine unerlaubten Hilfsmittel gibt. „Das ist wegen des Eingriffs in die Privatsphäre strittig.“

Studenten sollen im Herbst an die Hochschule Merseburg zurückkehren

Ab Oktober möchte das Rektorat die Studenten nun ohnehin wieder auf dem Campus wissen. Nur Veranstaltungen mit mehr als 60 Teilnehmern sollen weiterhin digital stattfinden. „Das wollen wir unbedingt umsetzen, außer von oben kommen andere Vorgaben.“ Allerdings soll für die Lehrveranstaltungen die 3G-Regel gelten. Also: Zutritt nur für Geimpfte, Genese und Getestete. Kirbs hofft, dass das Land noch die entsprechen-den rechtlichen Grundlagen schafft, sonst müsse die Hochschule mit der Hausordnung agieren. „Wir wollen damit auch zeigen, dass auch mit Corona Normalität möglich ist.“

Damit im Herbst die meisten Studenten schon das erste G erfüllen, will die Hochschule vor Semesterstart Impftermine anbieten. Das hatte sie schon zum Ende des Sommersemesters getan. Die Resonanz bei den Mitarbeitern sei gut gewesen, berichtet Kirbs, bei den Studenten nicht so. „Aber viele von ihnen sind ja auch nicht hier.“ Im September möchte die Hochschule anonym und freiwillig abfragen, wie viele ihrer Angehörigen schon geimpft sind, um zu wissen, welche Testkapazitäten sie braucht.