Neue Anlage im Rathaus Merseburg

Neue Anlage im Rathaus Merseburg: Per Terminal zum Ausweis

Merseburg - Die Innovation fällt erst auf den zweiten Blick ins Auge. Das neue Ausweis-Terminal im Alten Rathaus ist ein schlankes Gerät. Und sowohl Oberbürgermeister Jens Bühligen als auch Ulrike Findeisen, die Leiterin im Bürgerservice, sind von den Vorteilen der Technik überzeugt. „Wir versprechen uns kürzere Wartezeiten und eine schnellere Bearbeitung“, sagt Bühligen. In Wittenberg, Halle und Magdeburg sind vergleichbare Terminals bereits im ...

Von Dirk Skrzypczak

Die Innovation fällt erst auf den zweiten Blick ins Auge. Das neue Ausweis-Terminal im Alten Rathaus ist ein schlankes Gerät. Und sowohl Oberbürgermeister Jens Bühligen als auch Ulrike Findeisen, die Leiterin im Bürgerservice, sind von den Vorteilen der Technik überzeugt. „Wir versprechen uns kürzere Wartezeiten und eine schnellere Bearbeitung“, sagt Bühligen. In Wittenberg, Halle und Magdeburg sind vergleichbare Terminals bereits im Einsatz.

Eine Verpflichtung, das Terminal zu nutzen, gibt es nicht. „Wer skeptisch ist, kann nach wie vor seine Angelegenheiten komplett am Schalter regeln“, sagt Ulrike Findeisen. Angst vor einem Datenmissbrauch müsse aber niemand haben, betont sie. „Das Gerät ist zertifiziert. Die Eingaben werden in unser System übermittelt und nach zwölf Stunden automatisch gelöscht.“ Und auch das sei wichtig: Die Menüführung ist selbsterklärend. Das Terminal fotografiert die Nutzer übrigens so, dass die Bundesdruckerei die Schnappschüsse auch akzeptiert. Wer etwa mit Mütze vor dem Gerät steht oder den Kopf schief hält, wird vom Computer aufgefordert, sich noch einmal ablichten zu lassen.

Zuletzt hatte es in Merseburg Diskussionen darüber gegeben, ob gewerbliche Fotografen durch das Terminal erhebliche Einbußen hinnehmen müssen. Im vergangenen Jahr beispielsweise hatte der Bürgerservice 8.000 Ausweisangelegenheiten bearbeitet, eine nicht unerhebliche Größe. Bühligen sieht das nicht so. „Die Benutzung des Terminals kostet sechs Euro. Kostenfrei gibt es das Passbild also nicht. Und man kann es auch nicht mit nach Hause nehmen.“ Ganz ohne Sachbearbeiter geht es dann doch nicht. Bevor die Daten zur Bundesdruckerei gesendet werden, gleicht sie der Bürgerservice mit den Nutzern noch einmal ab. (mz)