Merseburger Firma

Merseburger Firma : Auszeichnung: Verfahren sorgt für gefahrlosen Badspaß

Merseburg - In der Merseburger Schwimmhalle sorgt das innovative Mol-Lik-Verfahren der Firma Mol Katalysatortechnik längst für gefahrlosen Badspaß. Lik steht dabei für lichtinduzierte Katalyse. Licht unterstützt also das von Firmenchef Jürgen Koppe und seinem Team entwickelte eReinigungsverfahren, das mit Hilfe von hauchdünnen Mineral-Metall-Folien ...

Von Undine Freyberg 13.09.2016, 14:39

In der Merseburger Schwimmhalle sorgt das innovative Mol-Lik-Verfahren der Firma Mol Katalysatortechnik längst für gefahrlosen Badspaß. Lik steht dabei für lichtinduzierte Katalyse. Licht unterstützt also das von Firmenchef Jürgen Koppe und seinem Team entwickelte eReinigungsverfahren, das mit Hilfe von hauchdünnen Mineral-Metall-Folien arbeitet.

Typischer Schwimmbadgeruch soll der Vergangenheit angehören

Für dieses chemiefreie Verfahren zur Wasserbehandlung, das im Schwimmbad dafür sorgt, dass aus Chlor und dem Harnstoff, den die Badenden reintragen, keine schädlichen Stoffe entstehen und der typische Schwimmbadgeruch der Vergangenheit angehört, gibt es jetzt eine Auszeichnung im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Zum Auftakt der 1. Merseburger Wassertage am Mittwoch, dem 14. September, erhält die Firma im Ständehaus eine Urkunde des Bundespräsidenten und einen Pokal, der von einem Vertreter der Deutschen Bank überreicht wird. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung, denn wir sind das einzige Wirtschaftsunternehmen aus Sachsen-Anhalt, das sich am Wettbewerb beteiligt hat“, sagt Jürgen Koppe. 2014 hatte die Firma den 1. Platz beim Preis der Umweltallianz des Landes belegt, 2015 erreichte sie Platz drei beim Hugo-Junckers- Forschungspreis, und im Augenblick ist die Mol Katalysatortechnik noch im Rennen um den Umweltpreis von Sachsen-Anhalt.

Verfahren wird in der Trinkwasseraufbereitung getestet

Ebenso wichtig wie Preise sind für die Firma natürlich die Anwendung ihrer Technik auf unterschiedlichsten Geschäftsfeldern - von Kühltürmen von Kraftwerken über die Automobilindustrie bis zur Wasserwirtschaft. „Das Umweltbundesamt war auf uns aufmerksam geworden, und derzeit sind wir in der Endphase eines zweijährigen Projekts, bei dem unser Verfahren in der Trinkwasseraufbereitung getestet wird“, so Koppe. Dazu habe man im Vorfeld nachweisen müssen, dass die Technik nicht toxisch ist. „Das war kein Problem“, erklärt der Mitgesellschafter und Leiter der Anwendiungstechnik Hartmut Lausch. „Das Mol-Lik-Verfahren ist in keinster Weise giftig bzw. schädlich für die Biologie. Sonst könnten wir es ja zum Beispiel gar nicht in Schwimmbädern einsetzen.“

Wer sich für die Wirkungsweise des Verfahrens interessiert, kann am Donnerstag, 15. September, um 17 Uhr einen Vortrag besuchen, den Jürgen Koppe im Hörsaal 9 der Hochschule hält. (mz)