Open-Air in der Sixti-Ruine

Defa-Filmtage mit Annekathrin Bürger und Gojko Mitic in Merseburg unter freiem Himmel

Von Robert Briest
Gojko Mitić in "Die Söhne der Großen Bärin"
Gojko Mitić in "Die Söhne der Großen Bärin" (Foto: Defa-Stiftung)

Merseburg/MZ - Zwei Mal mussten die Organisatoren der Merseburger Defa-Filmtage ihre Planungen in diesem Jahr wegen Corona bereits über den Haufen werfen. Entmutigen ließ sich das Team um Halina Czikowsky davon jedoch nicht. Sie planen aktuell Variante Nummer drei. „Sie wird überwiegend als Open-Air in der Sixti-Ruine stattfinden“, erläutert die Organisatorin.

Dort soll für den Zeitraum vom 23. bis 29. August eine LED-Wand aufgestellt werden: „Dadurch können wir auch bei Tageslicht Filme zeigen und müssen nicht auf die Dunkelheit warten.“ Bis zu 150 Gäste sollen auf den Stühlen in der Ruine Platz finden – ungeschützt vor dem Wetter: „Die Zuschauer müssen sich darauf einstellen, dass es regnen könnte. Eine Alternative gibt es dann nicht“, erläutert Czikowsky.

Ekpfeiler des Programms stehen schon

Derzeit feilt das Team noch am Programm. Die Eckpfeiler, besonders für das Wochenende, stehen allerdings schon. Zum Abschluss am 29. August soll der Indianerfilm „Tecumseh“ laufen. Dazu werden die Hauptdarsteller Gojko Mitic und Annekathrin Bürger in der Ruine erwartet. Zuvor läuft bereits der 50er-Jahre-Film „Verwirrungen der Liebe“, ebenfalls mit Bürger in der Hauptrolle. Höhepunkt des Samstags wird „Der verlorene Engel“, ein Streifen über den Bildhauer Ernst Barlach. Dafür konnten die Organisatoren die Künstlerin Antoinette zum Gespräch gewinnen.

Am Freitag kommt zur Aufführung von „Schultze gets the Blues“ der Komponist der Musik und wird den Film musikalisch begleiten. Czikowsky kündigt zudem an, dass im Laufe des Herbstes noch einige Werke, die nur auf 35-Millimeter-Film vorhanden sind, im Domstadtkino laufen werden. Dort und im Netz wird auch der Vorverkauf laufen. Der Start ist jedoch noch offen.