Auszeichnung für Querfurts Alt-Bürgermeister

Auszeichnung für Querfurts Alt-Bürgermeister: Gestatten, Chevalier Kunert

querfurt - Querfurts langjährigem Bürgermeister Peter Kunert, der zum 1. Juli in den Ruhestand gegangen ist, wurde jetzt eine große Ehre zuteil. Der Ritterorden des Heiligen Erlösers von Mont-Réal hat ihn offiziell zum Chevalier d’ honneur (Ehrenritter) ...

Von regina retzlaff 01.09.2015, 07:41

Querfurts langjährigem Bürgermeister Peter Kunert, der zum 1. Juli in den Ruhestand gegangen ist, wurde jetzt eine große Ehre zuteil. Der Ritterorden des Heiligen Erlösers von Mont-Réal hat ihn offiziell zum Chevalier d’ honneur (Ehrenritter) ernannt.

Der Ritterorden des Heiligen Erlösers von Mont-Réal (Ordre Equestre du Saint Sauveur de Mont-Réal, kurz OESSEM) wurde um 1128 in Spanien von König Alphonse I. von Aragon und Navarra als militärischer Orden gegründet. Heute teilt sich der Orden in ein Hilfswerk, das Kinderheime und Kinderhospize und Waisenhäuser unterstützt, aufbauen hilft und auch darin mitwirkt, sowie in eine Akademie zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Der deutsche Generalprior ist Chevalier-Prévot Heino Baron Möller. 

Dafür war Chevalier Enrico Paust aus Jena extra auf die Burg Querfurt zurückgekehrt, wo er Ende Mai diesen Jahres zum Ritter seines Ordens geschlagen worden war (die MZ berichtete). Das Ehrenritterkreuz und eine Urkunde hatte er im Gepäck. Für die Zeremonie legte er seinen schwarzen Mantel mit dem roten Ordenskreuz an. Die weißen Handschuhe zog er zum Anheften des Ordens aus. „Wir ehren traditionell mit diesem Titel Bürgermeister der Orte, in denen wir unsere Großkapitel durchführen können, denn einen festen Rückzugsort in Deutschland haben wir noch nicht“, erklärte Chevalier Paust und heftete Peter Kunert das Ritterkreuz ans Revers, überreichte zudem Urkunde und eine kleine Anstecknadel, die ein Symbol für die Ehrenritterschaft ist und die man im alltäglichen Leben tragen kann. Während man das Kreuz sicherlich nur zu besonderen Gelegenheiten anlegt. Für die Zeremonie hatten sich die Beteiligten an historischer Stätte, direkt neben der Grabtumba für Gebhardt XIV. in der Burgkirche, eingefunden.

„Es ist für mich eine ausgesprochen hohe Ehre“, so Peter Kunert. „Eine bessere Werbung für die Stadt Querfurt und die Burg kann es ja nicht geben, als das man einen Ordensritter in der Stadt hat. Und vielleicht kann sich der Orden ja dafür entscheiden, seinen Deutschlandsitz in Querfurt zu etablieren. Wir würden uns jedenfalls sehr darüber freuen“, erklärte Kunert, der sich auch als Vorsitzender des Förderkreises der Burg dafür stark machen wolle.

Das sei gar nicht so abwegig, war von Enrico Paust zu hören. „Unseren Gastorden, St. Georg und der Deutsche Orden, waren ebenso begeistert wie wir selber von Querfurt, der Burg und ihrer Kirche. Ich verhandele gerade mit Burgmanager Christian Linke, ob wir im Museum eine kleine Ausstellung über unsere Arbeit gestalten können. Das werden wir im Oktober auch mit unserem Großmeister, Marquis André Girond de Saint-Waast, in Paris beraten“, ließ Chevalier Enrico Paust abschließend wissen. (mz)