Appetitmachen auf Defa-Festival

Appetitmachen auf Defa-Festival Merseburg: Kulinarisches Tête-à-Tête mit Prominenz

Merseburg - Zum Appetitmachen auf das bevorstehende Defa-Festival gab es ein kulinarisches Tête-à-Tête mit Schauspieler und Komponist Christian Steyer.

Von Undine Freyberg 06.02.2019, 13:00

Während auf dem einen Herd das Rumpsteak angebraten wird und einen köstlichen Duft verbreitet, umwickelt Schauspieler Christian Steyer entspannt die zarten Bohnen mit Speckstreifen. Was am Ende herauskommt, ist das Menü aus dem Defa-Film „Lotte in Weimar“ nach dem Roman von Thomas Mann - mit klarer Tafelspitzconsommee, Miesmuscheln in Weißweinsud, rosa gebratenem Rumpsteak mit Speckbohnen und gebratenen Kloßstreifen und einem kleinen gebackenen Himbeerküchlein mit Vanilleeis und Sahne.

Dieses Koch-Event für die Sponsoren der diesjährigen Defa-Filmtage soll schon mal Appetit machen auf das, was da vom 8. bis 10. März im Domstadtkino gezeigt wird. Und wer wollte konnte nicht nur mitkochen und  ein tolles Menü genießen, sondern nebenbei auch noch mit Christian Steyer plaudern. Der Schauspieler („Paul und Paula“, „Der Traum vom Elch“) und Komponist, der außerdem seit 2003 der Sprecher von „Elefant, Tiger & Co.“ im MDR-Fernsehen ist, war schon zweimal Gast der Merseburger Defa-Filmtage und da er selbst auch ganz gut kocht, hatte er die kulinarische  Einladung gern angenommen.

Sponsoren-Kochen vor Defa-Filmtagen: Ist Christian Steyer Vegetarier?

„Wenn ich mir etwas koche, schwitze ich Knoblauch, Zwiebeln und Lauch an, gebe Ingwer, Möhren und je nachdem, worauf ich gerade Lust habe, noch anderes Gemüse dazu.“ Dann lösche er das ganze mit Hafermilch ab, so dass eine Art Ragout entstehe. Und das können man dann nach Belieben mit Brot, Couscous oder Reis essen. Das klingt nach fleischloser Kost.

Ist Christian Steyer Vegetarier? „Das bin ich nicht, obwohl ich glaube, dass insgesamt zu viel Fleisch gegessen wird.“ Am allerliebsten esse er übrigens Brot mit Butter, Ingwer und Salz, wie er der MZ verriet. „Das müssen Sie mal probieren. Das ist wirklich lecker“, lächelt der 72-jährige Wahlberliner, der gebürtig aus Falkenstein im Vogtland kommt.

Fördervereins Kino Völkerfreundschaft organisiert die jährlichen Defa-Filmtage Merseburg

Am Herd und beim späteren Essen traf man übrigens neben Gastgeber und Küchenstudio-Inhaber Gerd Micheel unter anderem Uwe Störzner, den Geschäftsführer der Midewa, Barbara Schneider, die Vorstandsvorsitzende der WG Aufbau, Kathrin Schaper-Thoma, die Chefin des Mitz, oder auch Margret Pusch vom Best Western Hotel. Und natürlich wurden auch die Mitglieder des Fördervereins Kino Völkerfreundschaft am Kochläufel gesichtet.

Der Verein organisiert die jährlichen Defa-Filmtage und hatte schon im vergangenen Jahr zu einem solchen kulinarischen Abend eingeladen hatte. „Wir hatten ja anfangs keine Ahnung, ob so etwas überhaupt angenommen wird und die Leute mitmachen. Notfalls hätten wir uns eben alleine an den Herd gestellt“, lächelt Katja Finger. Doch auch in diesem Jahr gingen die Kochschürzen weg wie warme Semmeln. Ein Beweis, dass ein solcher Abend ankommt. (mz)