Zirkus Charles Knie

Zirkus Charles Knie: Akener Tierlehrer tourt seit März durch Deutschland

Aken/Marburg - „Ich grüße die Heimat aus dem 34 Grad heißen Marburg“, trällert Tierlehrer Jochen Träger ins Telefon - und schon ist klar: Dem Mann geht es gut; „mir geht es hervorragend“, bestätigt der Akener.

Von Sylke Hermann

„Ich grüße die Heimat aus dem 34 Grad heißen Marburg“, trällert Tierlehrer Jochen Träger ins Telefon - und schon ist klar: Dem Mann geht es gut; „mir geht es hervorragend“, bestätigt der Akener.

Er ist auf Tour, seit März mit dem Zirkus Charles Knie unterwegs, steht zweimal am Tag in der Manege und sagt: „Es war definitiv die richtige Entscheidung.“

Nur ein Besuch bei Freunden

Dabei wollte Jochen Träger, bekannt auch als Krenzola Jr., nur Freunde besuchen, als der Zirkus Charles Knie im vergangenen Jahr in Magdeburg Halt machte. Doch dann konnte er sich der Faszination dieser Show, wie er gesteht, einfach nicht entziehen; „ich war total begeistert“.

Längst kein Grund, sich spontan dem Ensemble anzuschließen... Zumal er ohnehin erst für den Winterzirkus in Offenburg und das Weihnachtsprogramm eingeplant war.

Tierlehrer sprang für Artistin ein

Doch dann fiel kurzfristig eine Artistin aus, und Jochen Träger erreichte der Anruf, der mit den Worten begann: „Könntest Du Dir vorstellen...“

Ja, er konnte sich sehr gut vorstellen, mit auf Reisen zu gehen, nachdem er die Monate zuvor zu Hause in seinem Garten am Mennewitzer Weg verbracht und das Publikum mit öffentlichen Vorführungen seiner Tierdressuren begeistert hatte.

„Wenn man wie ich so ein Wandervogel ist, dann genießt man das Zirkusleben. Aber ich vermisse auch meinen Garten. Und wenn ich zu Hause bin, vermisse ich das Reisen.“

Akener blieb beim Zirkus

Die endgültige Entscheidung, Teil der neuen „Euphorie“-Inszenierung zu werden, fiel erst Anfang dieses Jahres - und der Akener zögerte nicht. Mit ihm sind mehr als 100 Tiere unterwegs, „alle, die ich auch zu Hause habe“.

Katzen, Hunde, Papageien, Tauben, Fuchs und Gans, Minischweine, Laufenten und Wolfgang natürlich, der Ziegenbock.

Tierdressuren im Zirkus

„Meinen Tieren“, plaudert er am Telefon, „macht die Tournee auch großen Spaß.“ Er merke das, weil er fast 24 Stunden mit seinen Schützlingen verbringe. Das sei durchaus anstrengend, aber eben auch „eine sehr schöne Zeit.

Und dass seine Tierdressuren beim Zirkuspublikum viel Anklang fänden, freue ihn natürlich. Viele Zuschauer seien verblüfft, höre er des Öfteren, wozu diese kleinen Tiere fähig seien,

„Man ist hier Teil eines Ganzen. Die Kollegen sind toll, die Truppe total nett.“ Jochen Träger genießt die Zeit, die Inspiration, die vielen Nationalitäten. Und er ist stolz, dabei sein zu dürfen.

Laufenten und Minischweine

Mit seinem „Ballett im Walzertakt“, wo es vor allem um die Show geht, und einer eher komischen Nummer, wo er zum Beispiel seine Laufenten und Minischweine per Headset dirigiert.

An diesem Wochenende gastiert der Zirkus Charles Knie in Fulda. Montag geht es weiter. Ort für Ort. Bis zum 5. November. „Und dann ist schon wieder Zeit für den Weihnachtszirkus“, freut sich Jochen Träger auf das, was in Bälde kommt.

››Weitere Informationen auf der Seite: www.zirkus-charles-knie.de (mz)