17 Züge mit 1.000 Minuten Verspätung

Unbekannte legen Schubkarre auf Gleise bei Köthen - Güterzug wird beschädigt

Die Schubkarre unter dem Güterzug.
Die Schubkarre unter dem Güterzug. (Foto: Bundespolizei)

Eine von Unbekannten in einem Bahngleis in Köthen abgelegte Schubkarre aus Metall hat am Dienstagmorgen zur Beschädigung eines Güterzuges geführt. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Magdeburg mit, die vom Vorfall auf der Bahnstrecke zwischen Halle und Magdeburg gegen 6.45 Uhr von der Notfallleitstelle der Bahn informiert worden war.

Der Lokführer des Güterzuges hatte laut Polizei das Hindernis im Gleis erkannt und eine Gefahrenbremsung eingeleitet. Er konnte den Zusammenprall jedoch nicht mehr verhindern. Die Schubkarre verkeilte sich unter der Lok, so dass der Zug seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Glücklicherweise blieb der Lokführer des Güterzuges unverletzt.

Eine Streife des Bundespolizeireviers Dessau begab sich umgehend mit Blaulicht und Martinshorn zum Ereignisort. Auch der Notfallmanager der Deutschen Bahn AG eilte vor Ort. Mit vereinten Kräften konnte die Schubkarre unter der Lok entfernt werden und der Güterzug schließlich seine Fahrt gegen 8.04 Uhr mit leichten Beschädigungen am Schienenräumer fortsetzen.

Nach vorläufigen Angaben hatten durch diesen Vorfall 17 Züge insgesamt 936 Minuten Verspätung. Die eingesetzten Beamten stellten die Überreste der Schubkarre als Beweismittel sicher. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei darauf hin, dass es sich hierbei um eine nicht unerhebliche Straftat handelt, die im schlimmsten Fall zu gravierenden Sach- und Personenschäden führen kann.

Nun sind die Beamten auf der Suche nach Zeugen der Straftat. Wer Hinweise zu Personen oder Fahrzeugen geben kann, welche sich am Dienstagmorgen vor 6.45 Uhr an der benannten Bahnstrecke aufgehalten haben, sollte sich melden. Die Hinweise werden von der Bundespolizeiinspektion Magdeburg (0391/56549555), unter der kostenfreien Polizei-Hotline (0800/6888000) oder von jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen.

Weiterführende Informationen können auch über das Hinweisformular auf der Bundespolizei-Homepage www.bundespolizei.de gegeben werden.