Staatsschutz ermittelt

Staatsschutz ermittelt: Mögliche Brandstiftung bei Asylunterkunft in Köthen

Köthen - Auf eine Asylbewerberunterkunft in Köthen ist am Mittwochmorgen offenbar ein Brandanschlag verübt worden.

Auf eine Asylbewerberunterkunft in Köthen ist am Mittwochmorgen offenbar ein Brandanschlag verübt worden. 

Nach ersten Ermittlungsergebnissen sollen bislang Unbekannte in einer Raucherecke einen Lappen angezündet haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau mitteilten. Eine Tür geriet in Brand, konnte aber rasch von Mitarbeitern der Unterkunft gelöscht werden.
Zuvor ging auch eine Fensterscheibe zu Bruch. Ob es Steinwürfe gab, ist einem Polizeisprecher zufolge noch unklar. Verletzt wurde niemand, das Gebäude musste nicht evakuiert werden.

Der Staatsschutz ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.

Dass jemand aus dem Haus in der Raucherecke geraucht und die Zigarette nicht richtig ausgedrückt habe, wird bislang ebenso wenig ausgeschlossen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Polizeisprecher Sebastian Opitz.

Die Polizei bittet in dem Fall um die Mithilfe der Bevölkerung. Zeugen, die Hinweise zur Aufklärung der Straftat geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost unter 0340 / 6000-291 oder per E-Mail an lfz.pd-ost@polizei.sachsen-anhalt.de zu melden.

Sprengstoffanschläge in Dresden

Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) erklärte, eine solche Tat sei beschämend und widerwärtig. „Die Täter müssen ermittelt und mit aller Konsequenz bestraft werden.“

Erst am Montagabend hatten zwei Sprengstoffanschläge in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die Sprengsätze waren an der Tür einer Moschee und am Kongresszentrum gezündet worden. Verletzt wurde niemand.

Die Polizei geht zumindest beim Anschlag auf die Moschee von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. (mz/dpa)