Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal: Köthen erhält historische Säule von der Kirche zurück

Köthen - Die Stadt Köthen ist überraschend in den Besitz eines alten und neuen Denkmals gekommen. Vor einigen Wochen hatte die Mitteldeutsche Zeitung der Geschichte des einstigen Denkmals für die Köthener Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 einen umfassenden Beitrag gewidmet.

09.11.2016, 07:00

Die Stadt Köthen ist überraschend in den Besitz eines alten und neuen Denkmals gekommen. Vor einigen Wochen hatte die Mitteldeutsche Zeitung der Geschichte des einstigen Denkmals für die Köthener Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 einen umfassenden Beitrag gewidmet.

Säule von den Bürgern finanziert

In dem wurde auch der Umstand kritisch gewürdigt, dass die Säule dieses von Bürgern finanzierten und errichteten Denkmals im Jahr 1946 durch einen Ausschuss des Stadtrates an die Katholische Kirche übergeben wurde. Diese hatte das Marmorteil jahrzehntelang auf ihrem Gelände an der Springstraße gelagert und vor gut einem Jahr die Säule wieder auf dem Kirchengelände errichtete - wobei die Säule von einer Maria statt des nicht mehr vorhandenen Adlers gekrönt wurde.

Kirche gibt Säule an die Stadt zurück

Nicht überall fand diese Verwendung der Säule Beifall, auch baurechtlich war ihre Aufrichtung bedenklich weil ohne Genehmigung erfolgt. Nun hat die Pfarrei St. Maria Köthen die Säule der Stadt zur Verfügung gestellt - „zur Wiederaufstellung als Kriegerdenkmal an prominenter Stelle“, wie es im Beschluss des Kirchenvorstands heißt.

Die Pfarrei übernimmt die Kosten des Herunternehmens der Marienstatue und überlässt die Säule kostenfrei, trägt aber auch nicht die Abbau- und Transportkosten.

Der Abbau, so das von der Pfarrei vorgeschlagene Zeitfenster, soll bis zum 31. März 2017 erfolgen. Die Pfarrei plant, die Marienstatue auf einer anderen Säule wieder aufzustellen (mz/mb)