Bis vor kurzem noch verschollen

Köthener macht aus dem Notenfund von Carl Friedrich Abel eine Eigenkreation auf Youtube

Von Jessica Vogts
Carl Friedrich Abel
Carl Friedrich Abel (Foto: Museum Köthen)

Köthen - Etliche Stunden hat Manfred Apitz, Leiter des Köthener Schloßconsortiums, gebraucht, um den Werken von Carl Friedrich Abel seine persönliche Note zu geben. Bis vor kurzem waren die Noten noch verschollen waren - erst jüngst wurden sie im Schloss Köthen wiedergefunden. Nun sind sie für jedermann im Internet hörbar.

Knappe zehn Minuten kann man sich Abels „Trios Opus drei und vier“ anhören.

Apitz hat sich für die Veröffentlichung zunächst die Einwilligung von der Köthen Kultur und Marketing GmbH in geholt. „Das Museum schickte mir dann die Autographe zu“, erzählt der Musiker. Dann ging es auch schon los. Die Partituren für die Werke hat er recht zügig selbst hergestellt - was ein Kinderspiel war, immerhin hat Apitz selbst Komposition studiert. Schon oft hat er sich Werke von anderen Komponisten angenommen. „Abel ist aber etwas Besonderes, da wollten wir uns direkt ans Werk machen“, erklärt Apitz.

Seine Frau übernahm den Part der Orgel, die Tochter spielte die Solovioline. Ein Orchester, darunter auch Mitglieder des Schloßconsortiums, übernahmen den Part der Hofkapelle. Und so wurde das Werk „Trios Opus drei und vier“, für zwei Violinen, Cembalo und Violoncello hörbar gemacht. „Es spielt sich schön und macht sich gut im Repertoire“, resümiert Apitz seine getane Arbeit.

Das Werk ist zuhören unter www.youtube.com/watch?v=6rTiOwNJlbM