Kita St. Anna in Köthen

Kita St. Anna in Köthen: Ein Anbau zum zehnten Geburtstag

Köthen/MZ - „Verwurzelt als Persönlichkeit stärken wir die Gemeinschaft – das ist der Leitsatz, unter dem wir als Einrichtung arbeiten“, erzählt Annette Alex, Leiterin der Köthener Kindertagesstätte St. Anna. Von Anfang an, so die 33-jährige Muldensteinerin, begleite er die Erzieher und Kinder des Kindergartens, der sich in Trägerschaft des katholischen Pfarramtes St. Maria ...

Von Luisa Peine 06.10.2013, 08:42

„Verwurzelt als Persönlichkeit stärken wir die Gemeinschaft – das ist der Leitsatz, unter dem wir als Einrichtung arbeiten“, erzählt Annette Alex, Leiterin der Köthener Kindertagesstätte St. Anna. Von Anfang an, so die 33-jährige Muldensteinerin, begleite er die Erzieher und Kinder des Kindergartens, der sich in Trägerschaft des katholischen Pfarramtes St. Maria befindet.

Etwas versteckt an der Lohmannstraße, unscheinbar, aber im Grünen, liegt die Einrichtung, die zur Zeit 75 Kinder zwischen einem halben und sechs Jahren betreut. „Angefangen“, so Annette Alex, „haben wir mit neun Mitarbeitern und um die 45 Kinder. Und mit wesentlich weniger Platz.“

Am 1. September 2003 hatte in der katholischen Einrichtung der Betrieb begonnen. Doch der Weg dorthin sei nicht einfach gewesen. Bernhard Northoff, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Gemeinde St. Maria, war von Anfang an engagiert: „Im Dezember des Jahres 2000“, blickt er zurück, „entstand der Entschluss, eine katholische Kita zu bauen. Die Suche nach geeigneten Grundstücken war erfolgreich. Als dann auch die Finanzierung stand und wir nach einigen Widrigkeiten einen guten Planer gefunden hatten, konnte es losgehen.“

Der 65-jährige Köthener ist mit der Entwicklung, die die Kita in den zehn Jahren durchlebt habe, sehr zufrieden. „Es war und ist immer noch eine interessante Zeit.“ Zumal der Anbau kurz vor der Fertigstellung steht. Derzeit wird der Innenputz angebracht. „Baumäßig läuft alles nach Plan, und wenn nichts Unvorhersehbares passiert, wird er im Januar fertig sein“, sagt Northoff. Und das nach nur einem dreiviertel Jahr. „Eigentlich sollten die Arbeiten schon im Februar beginnen, doch der lange Winter hatte das Vorhaben nach hinten verschoben.“ Nun nimmt der Neubau, der vom Bund gefördert wird, immer mehr an Gestalt an. „Wir alle freuen uns schon sehr auf die Fertigstellung“, sagt die Leiterin.

Es gibt viele Gründe zu feiern in diesem Jahr für das 17-köpfige Team der Kindertagesstätte. Das Jubiläum wurde am vergangenen Wochenende begangen unter dem Motto „Zehn Jahre katholische Kita St. Anna – zehn Jahre geborgen in Gottes Hand“. „Es war eine sehr schöne Feier, mit Andacht, einem Programm von den Kindern und vielen Spielmöglichkeiten. Die Eltern waren sehr engagiert und haben einen Kuchenbasar organisiert“, erzählt Annette Alex. Gefreut habe sie auch, dass viele Neugierige kamen, die sich einfach mal umschauen wollten. „Die Resonanz war komplett positiv. Auch die Führung durch die neuen Räume und die Vorstellung unseres Erziehungskonzepts fand viel Anklang“, meint die 33-Jährige. Das Haus hebe sich durch seinen religiösen Schwerpunkt von anderen Kindereinrichtungen ab. Doch nicht nur christliche Kinder seien willkommen. „Wir sind offen für alle Kinder - auch ohne Konfession“, betont die Pädagogin, die die Kita seit dem Sommer 2012 leitet. Es wird Wert darauf gelegt, dass die Entscheidung bewusst passiert. Man gebe den Kindern diese christlich geprägte Erziehung mit, aber was sie letztlich daraus machen im Verlauf ihres Lebens, das sei ihnen selbst überlassen. „Diese Erfahrung nimmt ihnen keiner. Sie lernen hier, dass sie als Personen wertvoll sind und ein Recht darauf haben, so akzeptiert zu werden, wie sie sind“, hebt die Muldensteinerin hervor.

Dass Kinder und Eltern genau das zu schätzen wissen, zeige die Resonanz. Viele Kinder, die schon länger nicht mehr betreut werden, würden in ihrer Freizeit nach der Schule oft zu Besuch in der Lohmannstraße vorbeischauen. Zahlreiche Eltern sind über die kompletten zehn Jahre engagiert und schicken auch Geschwisterkinder in die Einrichtung. Die Warteliste fülle sich immer mehr. „Wir freuen uns darüber, durch den Anbau mehr Personal einstellen zu können und dadurch auch mehr Kinder betreuen zu dürfen“, sagt Annette Alex. Bei Interesse, rät sie, einfach melden.