Vorlauf für den Sommer

Im Glauziger Freibad beginnen die Vorbereitungen für die Badesaison 2021

Im Juli soll sie beginnen - aber ohne große Feier.

Von Doreen Hoyer
Matthias Elze, Denny Schröter und Jeannette Weinert gehören zum Vorstand des Vereins. (Foto: Hoyer)

Glauzig - „Arbeit findet sich hier für jeden und immer - da brauchen Sie keine Angst zu haben.“ Eine klare Ansage. Am Sonnabend hatten sich auf dem Gelände des Glauziger Freibades gut 15 Leute eingefunden, um zu besprechen, was getan werden muss, damit hier auch 2021 geschwommen werden kann.

Zu tun gibt es also reichlich. In ein paar Tagen soll es losgehen mit dem Auspumpen des Beckens. Es fasst gut eine Million Liter und bis es leer ist, könne schon mal eine Woche vergehen, sagt Denny Schröter, stellvertretender Vorsitzender Freibadvereins. Das Becken muss dann sauber gemacht und gestrichen werden, dazu kommen andere kleinere Reparaturen auf dem Gelände. Und natürlich die Grünpflege.

Ziel sei, die Badesaison am ersten Juli-Wochenende zu eröffnen

Dabei helfen dem Verein aber auch drei Leute, die über den Bundesfreiwilligendienst beschäftigt sind - und die jetzt schon eine Menge gegen das Unkraut unternommen hätten, ist zu hören.

Ziel sei, die Badesaison am ersten Juli-Wochenende zu eröffnen, erzählt Schriftführerin Jeannette Weinert. Eine große Eröffnungsfeier wird es aber nicht geben - Corona geschuldet. Wie die Infektionszahlen im Sommer aussehen werden, kann jetzt noch keiner sagen. Aber die Glauziger gehen davon aus, dass Badebetrieb mit Einschränkungen möglich sein wird. Ähnlich, wie es im Sommer 2020 war.

Das Becken des Glauziger Freibades fasst etwa eine Million Liter Wasser.
(Foto: Hoyer)

Damals durften maximal 350 Leute auf das Gelände, bis zu 80 konnten sich im Wasser aufhalten. Geregelt wurde das über Armbänder, die nach dem Baden zurückgegeben werden mussten. Es wurden Kontaktlisten geführt, das Hygienekonzept des Vereins lag aus - es war aufwendig, ging aber irgendwie.

Veranstaltungen, die normalerweise Geld in die Kasse gespült hätten, konnten nicht stattfinden

Mehr als schwierig dagegen war die finanzielle Situation des Vereins im vergangenen Jahr. Die Kosten für einen neuen Rasentraktor, verschiedene Reparaturen und vor allem auch Desinfektionsmittel und dergleichen seien eine große Belastung gewesen. Allein das nötige Chlor für das Wasser koste zwischen 50 und 100 Euro - pro Tag.

Das Thema Wasser findet sich auf dem Gelände auch an den Wänden wieder.
(Foto: Hoyer)

Veranstaltungen, die normalerweise Geld in die Kasse gespült hätten, konnten nicht stattfinden. „Das hätte uns fast das Genick gebrochen“, sagt Jeannette Weinert. Hilfe kam durch Spenden.

„Wenn man hier nicht genug Abstand halten kann, wo dann?“

In diesem Jahr soll wieder ein Jugendlager der Kirche auf dem Freibadgelände stattfinden - die Frage ist nur, ob die Kinder wirklich zelten können oder daheim schlafen und nur tagsüber in Glauzig sind.

Anmeldungen zu Einschulungsfeiern zum Beispiel gebe es auch, so Weinert - in welcher Form dergleichen in einigen Monaten stattfinden kann, weiß aktuell auch noch keiner. „Aber wenn man hier nicht genug Abstand halten kann, wo dann?“, fragt Matthias Elze, der ebenfalls zum Vereinsvorstand gehört. Schließlich besteht das Gelände nicht nur aus dem Schwimmbecken, sondern hat auch noch einen Beachvolleyballplatz, einen Spielplatz und reichlich Wiese.

Knapp 300 Mitglieder hat der Verein aktuell - und jedes weitere ist natürlich mehr als willkommen. (mz)