Auf die Zielgerade eingebogen

Freie Schule Anhalt in Köthen feiert Richtfest - Einzug im kommenden Jahr geplant

Von Karl Ebert
Schüler der 6. und 9. Klassen der Freien Schule feiern mit Gästen das Richtfest für den Anbau.
Schüler der 6. und 9. Klassen der Freien Schule feiern mit Gästen das Richtfest für den Anbau. (Foto: Karl Ebert)

Köthen/MZ - Es war noch recht windig in der zweiten Etage des Rohbaus in der Freien Schule Anhalt am Montagmorgen. Der Sommer hatte sich für eine kurze Pause entschieden. Doch das war kein Grund für Schüler und Lehrer der Einrichtung, nicht endlich das Richtfest für den Anbau zu feiern.

In Anwesenheit von Dezernentin Bärbel Wohmann, die den verhinderten Landrat Andy Grabner (CDU) vertrat, und Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild (parteilos) sowie zahlreicher Förderer und Handwerker war es Schulgeschäftsführer Ferenc Makk vorbehalten, den letzten Nagel in den Dachstuhl einzuschlagen.

Das Projekt Anbau Freie Schule ist mit dem Richtfest auf die Zielgerade eingebogen

13 Monate nach dem Beginn des Abrisses der alten Turnhalle wurde nun das Richtfest für das 1,5-Millionen-Euro-Projekt mit 14,2 Prozent staatlicher Förderung - ohne Innenausstattung, wie Ferenc Makk sagte - gefeiert. Und die Schüler der sechsten und neunten Klasse gaben dazu viele gute Wünsche mit auf den Weg. „Wir wünschen der Schule keine Umweltkatastrophe.“ „Wir wünschen der Schule eine große Cafeteria.“ „Wir wünschen der Schule Glück und Gottes Segen“. Es waren nur einige der hoffnungsvollen Sprüche, „die sich drei Schüler mit Förderbedarf ganz allein ausgedacht haben“, wie Schulleiterin Heike Makk erläuterte.

Schule-Geschäftsführer Ferenc Makk schlägt den letzten Nagel ein.
Schule-Geschäftsführer Ferenc Makk schlägt den letzten Nagel ein.
(Foto: Karl Ebert)

Das Projekt Anbau Freie Schule ist mit dem Richtfest auf die Zielgerade eingebogen. „Einer langen planerischen Vorarbeit folgte am 9. Juni 2020 der Beginn des Abrisses. Und jetzt hoffen wir, dass wir die Räume nach den Halbjahresferien 2022 beziehen können“, sagte Ferenc Makk. Im Keller soll eine erweiterte Cafeteria ihren Platz finden.

Der harte Winter hat uns zwei Monate Verzug gebracht

Im Erdgeschoss ist eine Bibliothek vorgesehen, „die auch in einem begrenzten Teil von der Öffentlichkeit genutzt werden kann. Je nachdem, wie unsere personellen Kräfte reichen“, so Ferenc Makk. In die erste Etage werden die naturwissenschaftlichen Kabinette für die Biologie- und Chemie-Unterricht eingebaut. Und in der zweiten Etage finden zwei ganz normale Klassenräume ihren Platz. Und damit der ganze Anbau auch in das Gesamtensemble des denkmalgeschützten Gebäudes passt, bekommt die äußere Fassade auch noch Klinker verpasst. Es wird ein Schmuckstück für die insgesamt 416 Schüler in 18 Klassen und ihre Lehrer.

„Wir sind sehr froh, dass es jetzt wieder planmäßig läuft. Der harte Winter hat uns zwei Monate Verzug gebracht, weil die Bauarbeiter ihr Werk unterbrechen mussten. Dazu die unheimlich hohen Baupreise. Es ist für unsere Schule schon eine große Herausforderung, aber auch eine deutliche Verbesserung der Bedingungen“, erklärte Ferenc Makk.