Feuerwehreinsatz am Morgen

Feuerwehreinsatz am Morgen: Windrad im Windpark Wörbzig in Flammen

Wülknitz - Der Brand einer Windkraftanlage auf einer Ackerfläche zwischen Pfaffendorf und Großwülknitz hat am Dienstagvormittag den Einsatz der Gröbziger Feuerwehr notwendig gemacht.

01.08.2017, 08:34

Der Brand einer Windkraftanlage auf einer Ackerfläche zwischen Pfaffendorf und Großwülknitz hat am Dienstagvormittag den Einsatz der Gröbziger Feuerwehr notwendig gemacht.

Allerdings nicht zum Löschen - das ist bei einem Windrad mit einer Nabenhöhe von nahezu 70 Metern auch  kaum möglich. „Wir haben lediglich für die Absicherung der Brandstelle sorgen müssen“, erklärt Einsatzleiter Sebastian Seifert.

Feuer ist nach zwei Stunden von selbst erloschen

Die Feuerwehr Gröbzig war 7.58 Uhr alarmiert worden. Keine zwei Stunden später war das Feuer wieder erloschen. Da die betroffene Windkraftanlage rund 300 Meter von der Straße Piethen-Wülknitz entfernt an einem Feldweg lag, war auch eine Beeinträchtigung des Verkehrs nicht zu befürchten. 

Allerdings fielen laut Polizei brennende Trümmerteile herab, so dass eine Annäherung nur auf 100 Meter sicher gewesen sei. Die Anlage gehört zum Windpark Wörbzig, der im Dreieck Wörbzig, Pfaffendorf und Wülknitz angesiedelt ist, aus 18 Windrädern  besteht und Anfang der 2000er Jahre in Betrieb gegangen ist.

Ursache des Brandes war wahrscheinlich ein Blitzeinschlag

Die Ursache des Brandes sei mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Blitzschlag gewesen, sagt Peter Symmank von der im sächsischen Leisnig ansässigen Firma CSO Energy, die im Windpark Wörbzig sechs Anlagen betreibt.

Dies sei von einem Kranfahrer beobachtet worden, der vor Ort war, um an einem Windrad eines anderen Betreibers zu arbeiten.

Symmank, bei CSO zuständig für die technische Betriebsführung, geht davon aus, dass das ausgebrannte Maschinenhaus und der beschädigte Rotor demontiert werden müssen. „ob das auch für den Turm der Fall ist, ist derzeit noch nicht zu sagen“, so der Techniker.

Halber Windpark wurde vom Netz genommen

Der überdies unterstreicht, dass es aussichtslos sei, solche Anlagen löschen zu wollen, wenn sie einmal in Brand gerieten - was allerdings nur sehr selten geschieht.

Es gebe zwar wie bei jeder technischen Anlage auch gelegentlich Defekte, „aber die zeigen sich üblicherweise nicht nach außen“.   

Die betroffene Anlage habe eine Leistung von 1.600 Kilowatt - an einem guten Windtag können durch sie bis zu 30.000 Kilowattstunden Strom produziert werden.

Durch die defekte Anlage fiel am Montag auch das zum Park gehörige Umspannwerk aus -  nach Symmank sei gegen Mittag noch der halbe Park vom Netz gewesen. (mz)