Festival der Generationen

Festival der Generationen in Köthen: Filme über das Älterwerden und das Alter

Köthen - Das Europäische Filmfestival der Generationen findet im Oktober dank des Vereins Mitteldeutsche Filmfreunde e.V. wieder in Köthen statt.

Filme über das Älterwerden und das Alter können in dieser Woche in Köthen gemeinsam angeschaut werden. Die Vorführungen richten sich an ältere wie jüngere Menschen und sollen Anstoß sein, sich über eine alternde und bunter werdende Gesellschaft auszutauschen. Dieses Ziel verfolgt das Europäische Filmfestival der Generationen, das in diesem Jahr seine siebte Auflage erlebt.

Dass es in Köthen zum nunmehr zweiten Mal stattfinden kann, ist den Mitgliedern des Vereins Mitteldeutsche Filmfreunde e.V. zu verdanken. Bundesweit findet das Festival in über 90 Städten und Gemeinden statt. Köthen ist in Mitteldeutschland der einzige Veranstaltungsort.

Im Oktober 2015 besuchten über 300 Zuschauer die fünf Filmvorführungen. „Wir wären nicht böse, würden es in diesem Jahr noch mehr Besucher“, sagte Matthias Kunze, Vorsitzender des Filmfreunde-Vereins, im MZ-Gespräch.

Während im Vorjahr die Filme im Veranstaltungszentrum Schloss Köthen und der Wohnanlage Am Wall in der Wallstraße gezeigt wurden, ist dieses Mal die Agnuskirche alleiniger Aufführungsort. „Als kleiner Verein konnten wir den Mietpreis für das Veranstaltungszentrum nicht mehr stemmen und haben in der Agnuskirche einen kostengünstigeren Ort gefunden“, äußerte Kunze. Denn das Ziel sei es, den Besuchern die Filme bei freiem Eintritt zu zeigen. Dafür hätten auch mehrere Sponsoren mit ihrer Unterstützung gesorgt.

Fünf Filme

Vom 19. bis 22. Oktober stehen fünf Filme auf dem Programm: „Silent Heart - Mein Leben gehört mir“ (Mittwoch, 17.30 Uhr), „Die Schüler der Madame Anne“ (Donnerstag, 17 Uhr), „Vergiss mein nicht“ (Freitag, 17 Uhr) und am Sonnabend „Man lernt nie aus“ (14 Uhr) sowie „Ein Mann namens Ove“ (17.30 Uhr). Von den Inhalten und den Protagonisten, so Matthias Kunze, seien diese Filme völlig unterschiedlich. Sie böten jedoch eine gute Grundlage, sich mit dem Thema zu befassen und darüber zu diskutieren.

Nach den Filmvorführungen sind die Gäste herzlich zu Diskussionsrunden mit interessanten Gesprächspartnern eingeladen. Am Mittwoch spricht Doktor Viola Schubert-Lehnhardt, Vizepräsidentin der Humanistischen Akademie Deutschlands, zum Thema Sterbehilfe und Suizid. Max Pivorozki, Vorsitzender des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Sachsen-Anhalts, wird am Donnerstag erwartet.

Am Freitag steht nach dem Dokumentarfilm eine Buchlesung mit dem Filmemacher David Sieveking auf dem Programm. „Mit seinem mehrfach preisgekrönten Dokumentationsfilm ,Vergiss mein nicht’ hat Sieveking seiner an Alzheimer erkrankten Mutter ein einfühlsames filmisches Denkmal gesetzt. Wir freuen uns sehr, dass Sieveking zu uns nach Köthen kommt“, sagte Matthias Kunze.

Zum Thema „Aktivitäten im Alter“ findet am Sonnabend um 16.10 Uhr eine Podiumsdiskussion mit beruflich oder ehrenamtlich aktiven Senioren statt.

Informationen unter mitteldeutsche-filmfreunde.de und festival-generationen.de

(mz/hda)