Betreuung in Köthen

Betreuung in Köthen: Neuer Glanz

köthen/MZ - „Da möchte man selbst noch mal Kind sein“, sagt Kerstin Wagner, als sie die warme Frühlingssonne durch das Fenster der katholischen Kindertagesstätte Sankt Anna in der Lohmannstraße genießt. Die Mutter der vierjährigen Janna ist begeistert. Das „Sonnenkind“ turnt durch das Spielparadies ohne müde zu werden, beachtet seine Mama kaum. Es gibt schließlich einiges zu entdecken in den neuen Gemächern. Nach der feierlichen Segnung des neuen Anbaus am Donnerstagmorgen hatten Eltern und Interessierte am Nachmittag die Gelegenheit beim „Tag der offenen Tür“ zu stöbern, zu begutachten und mit ihren Kindern zu ...

Von Lisa Schliep 20.03.2014, 19:48

„Da möchte man selbst noch mal Kind sein“, sagt Kerstin Wagner, als sie die warme Frühlingssonne durch das Fenster der katholischen Kindertagesstätte Sankt Anna in der Lohmannstraße genießt. Die Mutter der vierjährigen Janna ist begeistert. Das „Sonnenkind“ turnt durch das Spielparadies ohne müde zu werden, beachtet seine Mama kaum. Es gibt schließlich einiges zu entdecken in den neuen Gemächern. Nach der feierlichen Segnung des neuen Anbaus am Donnerstagmorgen hatten Eltern und Interessierte am Nachmittag die Gelegenheit beim „Tag der offenen Tür“ zu stöbern, zu begutachten und mit ihren Kindern zu spielen.

Die Kleinen konnten bereits seit dem ersten Februar ihren neuen Anbau erobern. Und zwar richtig. Lebten sie doch die letzten Monate mit der Baustelle Tür an Tür, ganz heiß auf die neue Spielwiese. Natürlich habe man ihnen die Fortschritte nicht gänzlich vorenthalten wollen. „Sie waren oft mit auf der Baustelle, wie kleine Bauarbeiter“, erklärt Annette Alex, Leiterin der Kita, und malt in ihren Beschreibungen ein zu Herzen gehendes Bild von wuselnden Minitüftlern mit Bauhelmen und kleinen helfenden Händen.

Ausreichend Gelegenheit zum spielen und entdecken

Manch ein Pfiffiger tritt am Donnerstagmorgen den ersten „offiziellen“ Weg in die neuen Gemächer stilecht in einem „XXL-Kinderwagen“ an, der für insgesamt sechs Kinder Platz bietet und äußerst komfortabel anmutet. Warum auch selbst den Weg antreten, wenn man auch bequemer ans Ziel gelangt. Neben diesem Gefährt der Extraklasse bieten noch unzählige andere Dinge ausreichend Gelegenheit zum spielen und entdecken. Zu verschiedenen Holzinseln zum Toben, reihen sich Kisten mit Spielzeug, Seile, Hängematten und Spielwiesen aneinander.

Klar, dass es den kleinen Sprösslingen schwer fällt, während der feierlichen Einweihung der Räume die Füße stillzuhalten. Generalvikar Raimund Sternal und Pfarrer Armin Kensbock gestalten das Zeremoniell mit christlichem Wort und Segen, denen die Kleinsten nicht immer mit ungeteilter Aufmerksamkeit folgten. Mittendrin immer mal wieder ein Juchzen, Hicksen und unruhiges Gemurmel hörbar. Voll konzentriert waren sie aber, als es darum ging, selbst musikalisch aktiv zu werden. „Singen ist für die Kinder ein wichtiges Mittel, sich auszudrücken. Es macht ihnen viel Spaß“, so Alex.

„Bewegung ist uns wichtig, die Kinder brauchen Platz“

Das Konzept der neuen großzügigen Spiel-, Spaß- und Ruheflächen ist auf die Philosophie der Kita perfekt zugeschnitten. „Bewegung ist uns wichtig, die Kinder brauchen Platz“, weiß Alex. Auch stehe die Vermittlung von christlichen Werten im Fokus, die auch bei konfessionslosen oder andersgläubigen Eltern Anklang finden. „Sie hätten es oft auch selbst gern so gehabt“, weiß die Leiterin aus Gesprächen und fügt lächelnd an: „Anerkennung und Wertschätzung, nicht früh genug ist es erstrebenswert, die Kinder damit aufwachsen zu lassen.“

Und damit liegen sie anscheinend genau richtig. Viele Eltern wissen ihre Kinder in St. Anna gut behütet und gefördert. Wo man auch hinblickt: zufriedene Gesichter, reges Treiben. „Wenn jetzt noch die Außenanlage fertig wird, ist es perfekt“, schwärmt Mama Stephanie Wilke, die beim Anblick ihrer zwei fröhlich spielenden Söhne Felix und Tobias sehr glücklich wirkt.