Elbestadt wird zum Mekka

So war das zweitägige Crossgolf-Turnier in Elster

Großes Starterfeld nimmt beim zweitägigen Turnier die Qualifikation für die Nationalmannschaft in Angriff. Mario Prell wird Dritter der Gesamtwertung.

Thomas Sueß aus Aachen trifft die Mülltonne, die in diesem Fall als Ziel gilt.
Thomas Sueß aus Aachen trifft die Mülltonne, die in diesem Fall als Ziel gilt. Foto: Andreas Hübner

Elster/MZ/ahü - Unter den Crossgolf-Enthusiasten Deutschlands ist Elster schon seit vielen Jahren ein Begriff und das nicht nur wegen der nahezu einmaligen Golfanlage an der Bockwindmühle. Auch jetzt machen die Mitglieder des UHC Elster um Vereinsvorsitzenden Dario Neitzel die gesamte kleine Elbestadt zum Mekka für Crossgolfer.

Die besten ihrer Zunft aus der gesamten Republik starteten, um sich für die Nationalmannschaft zu qualifizieren. „Mit 41 Startern hatten wir gar nicht gerechnet“, freut sich Neitzel. Insbesondere vor dem Hintergrund der Pandemie waren die Organisatoren im Vorfeld von einem kleineren Feld ausgegangen. Gespielt wurde auf insgesamt 19 Bahnen an fünf verschiedenen Orten in der Stadt.

Lob für die Organisatoren

Neben dem Industriegelände der Elster Bau GmbH und der Timmler Stahlbau GmbH, auf dem sich die Verantwortlichen ein paar besonders anspruchsvollen Bahnen ausgedacht hatten, wurde auch auf dem Schulhof der Grundschule, dem Spielplatz der Kindertagesstätte und im Freizeitpark gegolft. Dabei greifen die Sportler im Übrigen auf einen sogenannten Allsoft-Ball zurück, der zwar anders fliegt und springt als der normale Golfball, aber eben auch niemanden verletzen oder sonst irgend einen Schaden anrichten kann. „Wir fühlen uns hier immer sehr gut aufgehoben“, berichtet Thomas Sueß. „Als ich vor ein paar Wochen mit meiner Frau auf dem Weg nach Berlin war, habe ich extra einen kleinen Abstecher gemacht, um ihr Elster zu zeigen“, verrät er.

Auch diesmal wieder lobte Sueß, der sich in der Vergangenheit schon des Öfteren für die Nationalmannschaft qualifiziert hat, die Wahl der Spielorte und Bahnen. „Es ist wirklich wieder toll organisiert“, so Sueß. Der Aachener Sportler war im Übrigen mit fünf weiteren Spielern aus seinem Verein angereist. Die üblicherweise vier Golfer, die man mit ihren Golfcaddys im Gepäck gemeinsam durch die Straßen ziehen sieht, aber kennen sich nur bedingt. Rasti Dominik aus Stuttgart, der neben anderen Sueß begleitete und am Ende des zwei Tage langen Wettkampfs auf dem zweiten Platz landete, bestätigt sofort:

Dario Neitzel (2. v. li.) und seine Vierergruppe am Abschlagpunkt
Dario Neitzel (2. v. li.) und seine Vierergruppe am Abschlagpunkt
Foto: A. Hübner

„Die Bahnen sind Hammer.“ Neitzel, der den Elbe-Elster-Cup gemeinsam mit Mario Prell, Stefan Hagendorf und weiteren UHC- Mitgliedern organisiert hat, aber gibt diese Komplimente sofort bescheiden weiter. „Diese Art von Crossgolf lebt in erster Linie von den Sponsoren und Spielorten.“ Daher bedankte er sich insbesondere bei den Verantwortlichen der einzelnen Spielorte für die tolle Kooperation. Lediglich der erste Tag des Elbe-Elster-Cups zählt in die Wertung zur Qualifikation für die Nationalmannschaft.

Trophäe geht nach Leipzig

Der Wettkampf ist der erste von drei Qualifikationsturnieren, weitere werden dieses Jahr in Aachen und im hessischen Walldorf stattfinden, für das Nationalteam das dann beim World-Urban Golf-Cup starten wird. Marcel Meyer konnte sich als bester Elsteraner dabei mit einem fünften Platz in eine außerordentlich gute Ausgangsposition bringen. Mitorganisator Mario Prell fand sich im Übrigen mit starken 49 Schlägen auf dem Neunloch Golfcourse an der Bockwindmühle in der Gesamtwertung auf den dritten Platz wieder.

Die Trophäe des 2021 Elbe-Elster-Cups aber nimmt Danny Walter mit nach Leipzig. Nach der Gesamtwertung beider Tage steht er auf Platz eins.