Feuerwehreinsatz

Schreck am Vormittag bei Scheunenbrand in Buschkuhnsdorf

In Buschkuhnsdorf brennt eine Lagerscheune mit Stroh und Futtermitteln völlig nieder. Sechs Wehren sind etliche Stunden im Einsatz.

Von Klaus Adam
Nur von außen können die Feuerwehrleute gegen die Flammen angehen. Das eingestürzte Dach und die brandgeschädigten Mauern stellen große Gefahren dar. (Foto: Adam)

Buschkuhnsdorf - Dichter weißgrauer Qualm wabert über die Straße und versperrt dem Herankommenden den Blick nach Buschkuhnsdorf. Am Ortseingang direkt neben der Straße brennt eine Scheune lichterloh. Es ist Montagvormittag - ein wohl denkbar erschütternder Start in die neue Woche für die Agrargenossenschaft Holzdorf und das Team der Rinderanlage in Buschkuhnsdorf.

Gegen 10.45 Uhr haben am Montag die Pieper und Alarmsirenen Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren von ihren vormittäglichen Verrichtungen weggerufen. Die Scheune ist dennoch nicht mehr zu retten. Das steht um die Mittagszeit wohl fest. „Wir werden noch gut drei, vier Stunden hier zu tun haben“, schätzt der Einsatzleiter, Schweinitz’ Wehrleiter Stefan Ziehe, gegen 12.30 Uhr ein.

Hoher Schaden

Von „mindestens 600.000 Euro Schaden“ spricht Gerd Klaubert, der Vorstandsvorsitzende der Holzdorfer Agrar e.G., nach dem ersten Überblick. „Ich war eine halbe Stunde vorher noch hier, da war alles in Ordnung“, schildert er das Geschehen aus seinem Erleben. Als er dann in der Verwaltung der Genossenschaft in Mönchenhöfe ankommt, klingelt das Telefon.

Die aufgeregte Mitteilung lässt ihn sofort kehrt machen. Nachdem die Anlagenleiterin die Feuerwehr alarmierte, hatte sie sofort ihn informiert. „Als ich dann wieder hier ankam, stand alles schon in Flammen“, so Klaubert. Die Feuerwehren kamen dann sehr schnell. Ausrichten konnten sie nicht mehr viel. Schon gegen 11 Uhr ist das Dach der Scheune eingestürzt. Das Makabre daran: Es trug eine nagelneue Photovoltaikanlage. Sie war fertig installiert und betriebsbereit - nur noch nicht an das Netz angeschlossen.

Gefahr durch Photovoltaik

Dennoch stellt die Anlage für die Feuerwehrleute eine ernsthafte Gefahr dar. Das schätzt Stadtwehrleiter Hans-Peter Schaefer gegenüber der MZ ein. Auch wenn sie noch nicht am Netz hängt, Energie produziert sie in jedem Moment, in dem Licht auf die Elemente fällt. Deshalb wird beizeiten ein Elektriker hinzugezogen, der sämtliche Stromleitungen abklemmt.

Das Stroh, berichtet der Genossenschaftsvorsitzende, ist nicht der größte Verlust für das Unternehmen. Da gibt es noch Reserven in anderen Lagern. Viel schwerer wiegt der Verlust der Futtermittel, die mit in der Scheune lagerten. Eine der ersten Aufgaben für Gerd Klaubert ist es daher, bei Großhändlern Futtermittel nachzuordern.

Für die Wehren kommt es ab Mittag darauf an, die Blechverkleidungen des Daches und die Photovoltaikplatten herauszuräumen, um die Brandherde weiter ablöschen zu können.

Dicker Qualm wabert über die Straße.
Fotos: Klaus Adam
Das Dach ist eingestürzt. Löschwasser erreicht kaum die Flammen.
Adam