Akute Lebensgefahr

Netzbetreiber mahnt Landwirte zur Vorsicht

Notrufnummer 112 im Notfall wählen.

Masten  und Leitungen von  Mitnetz werden oft beschädigt.
Masten und Leitungen von Mitnetz werden oft beschädigt. Foto: Kehrer

Jessen/MZ - Der Netzbetreiber Mitnetz Strom ruft die Landwirte zur Vorsicht bei Arbeiten auf ihren Feldern auf. Nach wie vor komme es durch Unaufmerksamkeiten immer wieder zu Unfällen mit Strommasten und an Freileitungen durch landwirtschaftliche Maschinen. Für die handelnden Personen bestehe Lebensgefahr! Der Netzbetreiber weist in seiner Presseerklärung weiter darauf hin, bei der Bearbeitung der Felder Strommasten und Freileitungen unbedingt im Blick zu behalten und zwingend den notwendigen Abstand zwischen diesen und den Pflug- oder Düngemaschinen einzuhalten. Der Sicherheitsabstand beträgt bei einer Niederspannungsleitung einen Meter, Mittelspannungsleitung drei Meter und einer Hochspannungsleitung fünf Meter.

Akute Lebensgefahr

Eine Berührung von Freileitungen durch Landmaschinen birgt eine akute Lebensgefahr. Selbst bei einer unzulässigen Näherung kann es zu Überschlägen und damit zu lebensgefährlichen Folgen kommen. Mitnetz Strom erteilt bei Anfrage Auskunft über die Höhe der Spannung der Leitungen und deren Schutzbereiche. Das Unternehmen steht Landwirten ebenfalls bei der Aufstellung von Sperrschranken, Schutzgerüsten oder Warnposten zur Seite. Der Netzbetreiber ist rund um die Uhr unter der kostenfreien Störungshotline 0800/2 30 50 70 erreichbar. Bei Gefahr kann auch über die Notrufnummer 112 eine schnelle Abschaltung eingeleitet werden.

Häufige Beschädigungen

Erntearbeiten sind eine Hauptursache für beschädigte Leitungen, die für Stromausfälle sorgen. Der Netzbetreiber verzeichnete auch im Jahr 2020 über ein Drittel der Störungen durch Eingriffe Dritter. Nach wie vor werden durch Bagger- und Tiefbauarbeiten, Baumfällungen, Kranarbeiten sowie während der Ernte Anlagen, Leitungen oder Kabel beschädigt. Für die zu versorgenden Kunden ergeben sich häufig Stromausfälle. Falls es trotz aller Vorsicht zu Berührungen der Freileitungen gekommen ist, sind folgende Hinweise zu beachten: Notruf 112 wählen, sich dem verunglückten Fahrzeug oder den auf der Erde liegenden Leiterseilen auf keinen Fall nähern, Führerstand nicht verlassen, Personen, die sich in der Nähe befinden, warnen.