Feuer und „Flamme“ für Feuerwehr

Junge Leute stellen sich in Jessen den Prüfungen zur „Jugendflamme“

26 junge Leute, die später die aktiven Wehren in Jessener Ortsteilen verstärken können, stellen sich den Prüfungen zur „Jugendflamme“. Was sie da alles können müssen.

Von Klaus Adam 18.10.2021, 08:48 • Aktualisiert: 18.10.2021, 09:37
Jessens Jugendwart Jörg Schild gibt einem der Anwärter auf die „Jugendflamme“ noch ein paar praktische Hinweise.
Jessens Jugendwart Jörg Schild gibt einem der Anwärter auf die „Jugendflamme“ noch ein paar praktische Hinweise. Foto: Klaus Adam

Jessen/MZ - Für 26 junge Nachwuchsfeuerwehrleute - allesamt Mitglieder von Jugendwehren in Jessener Ortsteilen und aus Annaburg - wurde es ernst am Sonnabendvormittag. Sie stellten sich der Prüfung zur „Jugendflamme“, je zur Hälfte in den Stufen eins und zwei. Insgesamt gibt es für diesen Ausbildungsnachweis, den sich die künftigen aktiven Feuerwehrleute an ihre Uniform heften können, drei Stufen. Und so standen die Jugendwarte der Ortswehren, aber auch Wehrleiter wie Klaus Bolze aus Naundorf oder der stellvertretende Schweinitzer Wehrleiter Oliver Bäuerlein an den Fahrzeugen bereit, um die Jugendlichen zu konkreten Schwerpunkten auszufragen.

Vorbereitet hatte diesen Prüfungstag der Seydaer Jugendfeuerwehrwart Peter Heuser. Zwar gebe es Rahmenrichtlinien, aber der Ablauf der Prüfung ist natürlich auf die jeweiligen Bedingungen am Ort anzupassen, erklärt Heuser der MZ.

Zu den Aufgaben der Einsatzkräfte gehört auch das Absichern.
Zu den Aufgaben der Einsatzkräfte gehört auch das Absichern.
Foto: Kl. Adam

Dass dem jungen Nachwuchs für die aktive Wehr die Prüfung zur „Jugendflamme“ durchaus wichtig ist, bestätigt etwa Dominic Heuser aus Naundorf. „Ja, man muss sich da schon intensiver mit beschäftigen“, meint der 15-Jährige. Und einer seiner jüngeren Kameraden - zwischen zehn und 16 sind die Naundorfer, die sich der Herausforderung an diesem Vormittag stellen - meint sogar, „ich habe bis Mitternacht gelernt und mich über Google mit den Schwerpunkten beschäftigt“. Die konkreten Fragen sind ja bis zur Prüfung geheim.

Da geht es an einer Station etwa um das Koppeln von Schläuchen an einen Hydranten, verbunden mit Nachfragen zu den Arten von Schläuchen und den verschiedenen Komponenten. Der Seydaer Jugendwart Peter Heuser fragte die Jugendlichen an seiner Station nach verschiedenen Arten von Knoten und prüfte auch die praktischen Fertigkeiten der jungen Leute dabei.

Klaus Bolze und der Jessener Carsten Strube testeten die „Prüflinge“ an Einsatzfahrzeugen auf ihr Wissen, wo sie was auf den jeweiligen Fahrzeugen finden. „Wir in Naundorf haben nur ein kleines Auto. Aber eigentlich ist hier auch alles drauf, was man braucht“, erklärte Bolze. Nur ist es eben anders eingerichtet, als ein großes Fahrzeug. Gefordert war von den Jugendlichen auch an einer Station, welche Notfallmeldung sie in vorgegebenen Lagen abzugeben haben.

Was ist wo auf den Fahrzeugen? Auch dies wurde gefragt.
Was ist wo auf den Fahrzeugen? Auch dies wurde gefragt.
Foto: Kl Adam

Am Ende haben zwar mit unterschiedlichen Punktezahlen, aber „alle die Prüfungen zur ‚Jugendflamme‘ bestanden“, informieren André Mietzsch und Jörg Schild am Mittag. Mindestens 75 Prozent der Punkte mussten für beide Abzeichen bestanden werden. Die werden den Jugendlichen demnächst in feierlichem Rahmen übergeben, wenn es geht.