Holzdorfer Karnevalsclub

Holzdorfer Karnevalsclub: Neuer Präsident und neuer Außenminister

Jessen/Holzdorf - Alexander Gräper ist der Nachfolger von Uwe Gäbelein, der 24 Jahre das Zepter in der Hand hielt. Was dafür den Ausschlag gegeben hat.

Von Frank Grommisch

Der Holzdorfer Karnevalsclub (HKC) hat einen neuen Präsidenten. In der Jahreshauptversammlung im „Bergschlösschen“ in Jessen wurde Alexander Gräper in geheimer Abstimmung mit einem Ergebnis von über 92 Prozent gewählt. Zuvor hatte Uwe Gäbelein, der die Funktion 24 Jahre lang inne hatte, erklärt: „Ich mache Platz.“ 24 Jahre habe er die Geschicke und die Fäden in der Hand gehalten, seit 35 Jahren gehört er dem Elferrat an. Das erfülle ihn mit Stolz. Er lebe den HKC.

Konsequent für Verjüngung

In den vergangenen Jahren hatte er wiederholt angemerkt, dass es an der Zeit sei, dass die Gruppe der über 30-Jährigen Verantwortung übernehmen sollte. In mehreren Treffen habe er dann gespürt, „dass diese Gruppe wahrgenommen werden will“. Der HKC, so stellte Gäbelein fest, verfüge über eine gute Altersstruktur, die nur wenige Vereine vorweisen könnten. Das habe es auch möglich gemacht, dass der Elferrat systematisch verjüngt werden konnte.

Dadurch seien neue Ideen eingebracht worden, andere Vorstellungen zur Sprache gekommen. Um den Fortbestand des Vereins zu sichern, sei es auch erforderlich, die Spitze zu verjüngen. Darauf habe er systematisch hingearbeitet. Uwe Gäblein beantwortete selbst die Frage, warum er nicht mit dem Führungswechsel warte, bis er auf 25 Jahre als Präsident blicken kann. Genau jetzt sei die Zeit, dass ein Jüngerer übernehme und die Weichen stelle.

Alexander Gräper sei in der Lage, für die große Gemeinschaft mit allein 90 erwachsenen Mitgliedern zu denken, so Gäbelein. Ihm sei er in den vergangenen Jahren ein guter Berater bei wichtigen Entscheidungen gewesen.

Alexander Gräper aus Brandis gehört dem Verein seit sieben Jahren an, seit fünf Jahren ist er Minister und seit zwei Jahren Stellvertreter von Uwe Gäbelein. Der sei weiter da, stellte Alexander Gräper fest. Es sei für ihn also kein Sprung ins kalte Wasser. Uwe Gäbelein gehört weiterhin dem Elferrat an, als Innenminister. Der rote Faden werde durch den Wechsel an der Spitze nicht verloren gehen, so Uwe Gäbelein. Dafür sorge der Elferrat. Das sei doch nicht von einer Position allein abhängig.

In dem Elferrat hat sich mit der Jahreshauptversammlung am Freitagabend einiges verändert. Außenminister Jürgen Kruk, der zu den Gründungsmitgliedern des HKC gehört, hat sein Amt an Mario Schmidt übergeben. Swen Wäsch ist weiterhin Minister für Männertanz, aber jetzt zusätzlich Vizepräsident. Eileen Thiele ist Ministerin für Programmgestaltung und Mike Schulze Minister für Bau.

Saisonstart soll es geben

Die Amtsübernahme von Alexander Gräper erfolgt in nicht leichter Zeit. Er wisse, sagte Uwe Gäbelein, dass die Mitglieder mit großen Erwartungen zu der Jahreshauptversammlung gekommen sind, weil sie auch hören wollten, wie die 39. Saison ablaufen wird. „Im Moment gibt es zu viele Unbekannte, um Entscheidungen zu treffen.“

Aber ziemlich sicher könne er sagen, dass es eine Saisoneröffnung geben werde. Wie die aussehe, richte sich nach den aktuellen Bestimmungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie. „Unter den geltenden gesetzlichen Möglichkeiten sollte etwas getan werden, das der Sache Sinn gibt.“ Vorstand und Elferräte können in dieser Situation die Erwartungshaltung der Mitglieder nicht erfüllen. „Das tut uns leid.“

In diesen Corona-Zeiten gut zwei Monate vor der neuen Karnevalssaison rücken die Karnevalsclubs des Landkreises enger zusammen. Übernächste Woche wird es ein Treffen aller Präsidenten und weiterer Vorstandsmitglieder von karnevalistischen Vereinigungen im Landkreis in Elster geben. Da soll ausgelotet werden, was zum jetzigen Zeitpunkt möglich sein könnte, um die karnevalistischen Traditionen zu pflegen. (mz)