Holzdorfer Angler

Holzdorfer Angler: Es fehlt an Information im Verband

Holzdorf/Klossa - Es blieben in der Jahreshauptversammlung der Holzdorfer Angler im Klossaer „Dorfkrug“ einige Stühle frei. Jedoch hatte das eher berufliche Gründe bzw. waren einige Mitglieder auch durch Krankheit verhindert. Selbst den rührigen Vereinsvorsitzenden, Joachim Fuchs, hatte es getroffen. So war es an seinem Stellvertreter, Bernd Richter, Schriftführer Hilmar Pabst sowie Tobias Gulla, der an diesem Tag seinen Bruder, den Schatzmeister Thomas Gulla vertrat, die Versammlung statutengerecht über die Bühne zu bringen. Vorsitzender Joachim Fuchs hatte allerdings seinen Rechenschaftsbericht selbst verfasst, der nun verlesen ...

Von Evelyn Jochade 03.03.2015, 20:42

Es blieben in der Jahreshauptversammlung der Holzdorfer Angler im Klossaer „Dorfkrug“ einige Stühle frei. Jedoch hatte das eher berufliche Gründe bzw. waren einige Mitglieder auch durch Krankheit verhindert. Selbst den rührigen Vereinsvorsitzenden, Joachim Fuchs, hatte es getroffen. So war es an seinem Stellvertreter, Bernd Richter, Schriftführer Hilmar Pabst sowie Tobias Gulla, der an diesem Tag seinen Bruder, den Schatzmeister Thomas Gulla vertrat, die Versammlung statutengerecht über die Bühne zu bringen. Vorsitzender Joachim Fuchs hatte allerdings seinen Rechenschaftsbericht selbst verfasst, der nun verlesen wurde.

Zunächst setzte er sich darin mit dem unzureichenden „Informationsfluss von oben nach unten“ auseinander, der sich auch nach der Verschmelzung der ost- und westdeutschen Anglerverbände im Mai 2013 keinesfalls gebessert habe. „Nun kann man endlich sagen, Deutschland ist einig Angelland. Informationen haben wir als Vorstand aber noch nicht erhalten. Sicherlich klemmt die Säge beim Regionalverband.“ Allerdings war das auch das Einzige, was Fuchs zur „großen Vereinspolitik“ anmerkte. Wesentlich mehr Raum gab er im Bericht den internen Problemen, aber auch Erfolgen, beispielsweise der Wiederansiedlung selten gewordener Fischarten, die ohne Mithilfe der Angler nicht gelingen würde. Darauf könnten die nunmehr 55 Mitglieder durchaus stolz sein. Wie in so vielen Vereinen ist auch bei den Holzdorfer Anglern die Fluktuation groß. Das liegt, so im Bericht vermerkt, einerseits an berufsbedingten Wegzügen, aber vor allem an der Altersstruktur im Verein. Viele ältere Mitglieder müssten schweren Herzens ihr geliebtes Hobby aufgeben. Dagegen stehen 30 Neuaufnahmen in den letzten vier Jahren, sodass sich die Vereinsstärke zwischen 50 und 55 einpendelte.

Auch die Hege und Pflege der anvertrauten Gewässer wurde angesprochen. „Nur wenn diese fachgerecht durchgeführt wird, ist mit nachhaltig hohen Fischerträgen zu rechnen.“ Verweisen konnte der Vereinsvorsitzende dabei u.a. auf die Premsendorfer Rieke, die als Pachtgewässer seit der vorherigen Legislaturperiode in Vereinshand ist. „Was wir daraus gemacht haben, kann sich jetzt schon sehen lassen.“ So auch der Brandiser Badeteich, an dem es aber doch Probleme gibt. Vorrangig mit dem Befahren der Uferzone mit Pkw. Eine neue Vereinbarung mit der Stadt Schönewalde dazu wurde am 22. Februar unterzeichnet. So dürfen nur behinderte Angler bis in Gewässernähe fahren. Alle anderen sind verpflichtet, ihre Autos auf den dazu vorgesehenen Flächen zu parken. (mz)