Bürgermeisterwahlen

Guido Arndt will mit Tatendrang Bürgermeister in Jessen werden

Guido Arndt wurde von der CDU nominiert. Warum er sich als Kandidat hat aufstellen lassen und welche Ziele er verfolgen möchte.

Von Frank Grommisch
Guido Arndt bewirbt sich mit CDU-Mandat  um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters in Jessen.
Guido Arndt bewirbt sich mit CDU-Mandat um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters in Jessen. (Foto: Grommisch)

Jessen - „Ich habe die Befähigung“, sagt Guido Arndt (CDU). Der 54-jährige Jessener bewirbt sich am 26. September um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters in seiner Heimatstadt. Der Revierförster, der im Betreuungsforstamt Annaburg beschäftigt ist, kennt sich mit verschiedenen Verwaltungsprozessen aus, äußert er, etwa dem Umgang mit Fördermitteln. Er habe aufgrund seiner Arbeit in der Betreuung von Stadt- und Privatwald häufig mit Verwaltungen, Ortsteilbeiräten und Einwohnern zu tun.

Schwierige Situationen

Dabei sei auch schon so manche Krise zu bewältigen gewesen. Jetzt die Trockenschäden und der Schädlingsbefall in den Wäldern, vor Jahren die Hochwasserlagen, auch der Orkan „Kyrill“ mit seinen verheerenden Schäden, zählt er auf. Daraus resultierten unzählige Gespräche, um Betroffenen zu zeigen, wie es Schritt für Schritt wieder vorwärts gehen kann.

„Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren wird immer wichtiger“, fügt er an. Das bezieht er nicht allein auf das Bekämpfen von Waldbränden, sondern auch in anderen Bereichen sieht er die Feuerwehrfrauen und -männer als zuverlässige Partner.

Für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, damit habe er schon immer mal geliebäugelt, sagt er. Denn einiges könnte anders laufen in der Stadt, ist er überzeugt. Seit zwei Jahren ist er Mitglied der CDU. Und als er Anfang des Jahres gefragt wurde, ob er im Herbst antreten wolle, habe er gemeinsam mit der Familie intensiv darüber nachgedacht und sich dann dafür entschieden. Einwohner und auch Arbeitskollegen hätten ihn als Mann der Praxis ermuntert, diesen Schritt zu gehen.

Er sieht sich gut vernetzt, bereits seit seiner Zeit im Regierungspräsidium in Dessau. Von Vorteil für die Stadt wäre, so ist er sich sicher, wenn ein CDU-Bürgermeister mit dem Landrat, der dieser Partei angehört, und einer Landesregierung unter Führung der CDU bis hin zu Kontakten auf Bundesebene auf dem kurzen Dienstweg anstehende Probleme angehen könnte.

Es gebe Themen, die eine Stadt nicht allein bewältigen und entscheiden könne. Die medizinische Versorgung gehört dazu, die Auswirkungen von Corona und die Bildung nennt er, auch Radwege an Bundes- und Landes- und Kreisstraßen. Doch die Stadt müsse Druck machen, wenn sie etwas in ihrem Sinne verändern wolle.

Einen guten Draht zur Wirtschaft hätte bei ihm als Bürgermeister oberste Priorität. Denn von deren Steuern lebe die Stadt. Für die Unterstützung von Firmen und Gewerbetreibenden förderlich ist nach seiner Ansicht auch, dass Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich hier niederzulassen. Deshalb sei es unbedingt erforderlich, weitere Wohnbauflächen auszuweisen, schrittweise sollte das geschehen.

Die Nachfrage sei derzeit hoch, fügt er an. Damit die Stadt ansiedlungsfreundlich bleibt, müsste die Struktur bei den Schulen und den Kindertagesstätten beibehalten und gestärkt werden. Eigenheimstandorte und gute Kinderbetreuung seien auch wesentliche Argumente, damit sich Familien von Bediensteten im Fliegerhorst Holzdorf für Jessen entscheiden und nicht für eine der Nachbarregionen. Hier sind nach seiner Ansicht die Kontakte zu intensivieren, wie auch zur Partnergemeinde Senden.

Die ganze Stadt im Blick

Die Jessener Ortsteile kenne er alle, sagt er. Durch die Waldbesitzer, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, habe er überallhin Kontakte. Er wisse um die Wünsche nach einer guten und intakten Infrastruktur. Das Straßennetz sei in Ordnung zu halten, die Versorgung mit schnellem Internet weiter zu verbessern. Er trete mit dem Ziel an, weniger zu verwalten, mehr zukunftsorientiert zu gestalten. (mz)