Einweihung in Seyda

Einweihung in Seyda: Viel Applaus für neues Feuerwehrgerätehaus

Seyda - Die Kameraden der Feuerwehr Seyda feiern den Einzug ins Gerätehaus. Warum sich der Wehrleiter bei seiner Frau bedankt.

Von Thomas Tominski 03.06.2019, 12:45

Die Schar der Gratulanten reißt selbst Minuten nach der feierlichen Eröffnung des neuen Feuerwehrgerätehauses nicht ab. Seydas Wehrleiter Maik Heidemüller nimmt Glückwünsche am Fließband entgegen, wird umarmt, erhält Erinnerungsgeschenke - und bekommt feuchte Augen.

„Eigentlich“, so der 36-Jährige, „ist es nicht mein Ding, im Mittelpunkt zu stehen. Ich arbeite lieber im Hintergrund.“ Zusammen mit seinen Kameraden hat Heidemüller viel Herzblut und Arbeit in das insgesamt 1,2 Millionen (971 000 Euro Fördermittel Programm Stark V) teure Objekt investiert. „Wir haben hier in den vergangenen drei Wochen eigentlich gewohnt“, betont Heidemüller, der zur Fertigstellung des Gebäudes auch einen Teil seines Jahresurlaubs geopfert hat.

Den Bau des Gebäudes mit integriertem Bauhof bezeichnet er als Meilenstein in seiner zehnjährigen Amtszeit. Mit der größeren Stellfläche haben sich die Bedingungen in puncto Ausrücken im Brandfall entscheidend verbessert. Die drei Einsatzfahrzeuge stehen nun wie vorgeschrieben nebeneinander. Heidemüller bedankt sich bei der Stadt Jessen für die Realisierung des Projektes, allen Kameraden seiner Wehr für den Einsatz weit über die Schmerzgrenze hinaus und seiner Frau Julia, die ihm in der heißen Fertigstellungsphase den Rücken freigehalten hat.

Bürgermeister Michael Jahn (SPD), der gemeinsam mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag, Siegfried Borgwardt, und Heidemüller, das am mittleren Eingangstor befestigte Eröffnungsband durchschneidet, würdigt in seiner Rede das hohe Engagement der Seydaer Feuerwehrleute und bedankt sich bei Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder für die genehmigte Fördersumme. „Wir bauen keinen Flug- oder Yachthafen, sondern Kitas, Schulen und Feuerwehrgerätehäuser“, ruft Jahn dem Vertreter der Landesregierung zu, der diese Steilvorlage gern aufnimmt.

Borgwardt streicht die gute Zusammenarbeit mit Jahn „über Parteigrenzen hinweg“ heraus und betont, dass es ein Ziel der Landesregierung sei, die Intrastruktur im ländlichen Raum zu stärken. Denn Sachsen-Anhalt sei bei auf die Ausnahmen Magdeburg und Halle durchweg ländlich geprägt. Den Bau des Gerätehauses bewertet der Politiker als gute Investition in die Zukunft.

Zu den vielen Gratulanten aus anderen Wehren, Vereinen, Institutionen und Politik zählt auch Seydas Ortsteilbeiratsvorsitzender André Wegener (Freie Wähler), der als Geschäftsführer der Firma Elster Bau einen Scheck in Höhe von 1 000 Euro mitgebracht hat. „Ich bin sehr stolz auf euch“, sagt er in Richtung der Kameraden und spricht damit vielen Gästen aus dem Herzen. (mz)