Talente

Doppelt aufgeregt für „Jugend musiziert“

Wie Herzberger Musikschüler zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ nach Norddeutschland gelangen.

Von Ute Otto
Im Duo Klavier und ein Streichinstrument präsentierten sich Laetitia Pilz (Klavier) und Emily Lea Köpcke (Cello). Foto: Chris Poller

Herzberg/MZ

- Der große Saal des Bürgerzentrums Herzberg ist Austragungsort für das Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Allerdings nur für die Talente der Herzberger Kreismusikschule „Gebrüder Graun“, die sich im Landeswettbewerb durch hervorragende Prädikate in die höchste Ebene qualifiziert haben. Denn der Abschluss des Bundeswettbewerbs vom 20. bis 27. Mai in der Hansestadt Bremen und in Bremerhaven findet aufgrund der Corona-Pandemie als Videowettbewerb statt. Bis 28. April mussten die Videos aller Beiträge bei der Jury eingereicht sein. Die Verantwortlichen im Elbe-Elster-Kreis haben keine Mühe gescheut, das in höchster Qualität zu realisieren.

„Wir konnten den Musizierenden so eine realistische Auftrittsatmosphäre zur Verfügung stellen. Und das fehlende Publikum wurde einfach durch eine Kamera ersetzt“, wird Musikschulleiter Chris Poller in der Pressemitteilung des Landkreises Elbe-Elster zitiert. Die hochwertige Aufnahmetechnik stellten der Fachbereichsleiter Nassib Ahmadieh und Schulleiter Chris Poller zur Verfügung. Nassib Ahmadieh betreut bereits seit zwölf Monaten zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Musikpädagoge und Fachbereichsleiter die Online-Konzerte der Kreismusikschule am digitalen Schneidetisch.

Die Aufzeichnungen erfolgten nach Angabe der Kreismusikschule korrekt nach den Vorgaben der Wettbewerbsausschreibung und nach den strengen Hygieneregeln der Kreismusikschule. Alle Teilnehmenden konnten einen tagesaktuellen negativen Coronatest vorweisen.

Die Schüler waren doppelt aufgeregt. Bruno Bulang (Bariton) und Laurence Hoppe (Trompete) wurden am Flügel von Neritan Hysa begleitet. Johanna Zmeck übernahm die Begleitung von Amelie Halbin (Föte). Im Duo Klavier und ein Streichinstrument präsentierten sich Laetitia Pilz (Klavier) und Emily Lea Köpcke (Cello). Elisabeth Kugler (Flöte) hatte mit Wara Jimenez Gorockiewicz eine jugendliche Begleiterin von der Städtischen Musikschule Guben „Johann Crüger“.

Am Ende des Tages haben die Wettbewerbsteilnehmer ihre Beiträge auf genau dem USB-Sticks gesichert, die die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ in ihrer Weihnachtsaktion 2020 allen Lernenden der Kreismusikschule spendiert hatte. „Alle Mitwirkenden haben phantastisch musiziert und mit ihren Vorträgen ihre hohe Musikalität und das Niveau der musikalischen Ausbildung an der Kreismusikschule bestätigt“, bescheinigte Chris Poller den Finalteilnehmern.

Nun heißt es Daumen drücken bis zum virtuellen Bundeswettbewerb. Mit interaktiven Workshops, einem live gestreamten Begrüßungskonzert der Bremer Philharmoniker sowie einem virtuellen Rahmenprogramm wollen die Gastgeber versuchen, den Teilnehmern zuhause ein Bundeswettbewerbs-Gefühl zu vermitteln.