Karneval im Kreis Wittenberg

Corona: Karneval im Kreis Wittenberg: Keine öffentlichen Veranstaltungen

Elster - Im November wird es in geschlossenen Räumen keine öffentlichen Veranstaltungen zur Karneval-Saisoneröffnung geben. Darauf haben sich am Dienstagabend in Elster die Präsidenten der 13 Karnevalsvereine im Kreis ...

Von Frank Grommisch 24.09.2020, 09:45

Im November wird es in geschlossenen Räumen keine öffentlichen Veranstaltungen zur Karneval-Saisoneröffnung geben. Darauf haben sich am Dienstagabend in Elster die Präsidenten der 13 Karnevalsvereine im Kreis geeinigt.

Es war überhaupt das erste Treffen in diesem Rahmen. Es kam auf Initiative vom ehemaligen Präsidenten des Holzdorfer Karnevals Clubs (HKC), Uwe Gäbelein, zustande. Er sei wiederholt von Karnevalisten aus anderen Klubs angesprochen worden, wie und was in diesen Zeiten geplant werden könne.

Gespräch mit Verwaltung

Der Meinungsaustausch am Dienstagabend mit Unterstützung des ECV in Elster veranstaltet, sei „auf jeden Fall eine wertvolle Angelegenheit“ gewesen, sagte Gäbelein am Mittwoch.

Die Vereine verständigten sich darauf, dass sie zum Ablauf von möglichen Schlüsselübergaben mit den jeweiligen Verwaltungen sprechen. Der Trainingsbetrieb in den Klubs werde aufrecht erhalten. „Dabei stehen Ausbildung und Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund.“

Neben den rechtlichen Grundlagen, die zu beachten sind, müssten in dieser Situation Entscheidungen mit Vernunft getroffen werden, erklärte der Holzdorfer. 

Finanziell nicht tragbar

Aufführungsorte mit einer Auslastung von 60 Prozent seien unwirtschaftlich und für Vereine finanziell nicht tragbar. Auch für Vertragspartner, etwa Gastronomen, rechne sich das nicht. Die Vereine stünden vor finanziellen Problemen, da Einkünfte fehlen, aber Kosten für Versicherungen, Mieten und Ähnliches bezahlt werden müssen.

Veranstaltungen mit derart hohen Einschränkungen entsprächen nicht der karnevalistischen Brauchtumspflege. „Daran hätte niemand Spaß.“ Über das Durchführen von Festumzügen und Faschingsveranstaltungen soll entschieden werden, wenn die neunte Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vorliegt, die wahrscheinlich ab dem 19. November gelten wird.

Protokolle der ersten Präsidenten-Versammlung gehen an den Landrat und den Landeskarnevalsverband. Darin enthalten seien auch Fragen zur möglichen wirtschaftlichen Unterstützung der Vereine, erklärte Uwe Gäbelein. (mz)