Haushalt wird überarbeitet

Sanierung des Hettstedter Ratskellers fällt dem Rotstift zum Opfer

Von Tina Edler
Ratskeller in Hettstedt (Foto: Jürgen Lukaschek)

Hettstedt

Eigentlich war der Hettstedter Haushalt schon in Sack und Tüten und zur Prüfung beim Landkreis eingereicht. Nun aber müssen die Räte erneut über die Finanzen abstimmen. Denn bei einer mündlichen Anhörung habe der Landkreis der Stadtverwaltung gesagt, dass der Haushalt mit einem Minus von 5,1 Millionen Euro keine Genehmigung bekommen würde, erklärt Bürgermeister Dirk Fuhlert (parteilos). Es soll erst weiter gestrichen werden, bevor es grünes Licht gibt.

Deswegen hat die Kämmerei den Rotstift angesetzt, rund 700.000 Euro zusammengestrichen und das Minus auf etwa 4,4 Millionen Euro reduziert. Der größte Posten, der weggefallen ist, ist der Ratskeller. Rund 500.000 Euro waren für die Sanierung eingeplant. Da für die leerstehende Gaststätte aber erst ein neuer Betreiber gefunden werden muss und in diesem Jahr voraussichtlich keine Gelder benötigt werden, hat man das Vorhaben geschoben, erklärt Kämmerer Mathias Palm. Außerdem wurden für 2021 Anschaffungen für den Bereich Brandschutz, die Sanierung des Geländes der Drushba-Halle und der Martinstraße gestrichen.

Die Aufforderung des Landkreises, den Haushalt noch einmal selbst anzufassen, stieß bei den Mitgliedern des Finanzausschusses auf wenig Gegenliebe. Immerhin kommen Einsparmaßnahmen sonst in Form von Auflagen mit der Genehmigung des Kreises. „Ich halte es für schwierig, dass der Landkreis so eine Variante fordert, während wir uns im Klageverfahren befinden“, sagt Marco Steckel, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Die jetzige Variante sei Erpressung, ergänzt er. Als Nächstes berät der Hauptausschuss am 5. Mai darüber, der Stadtrat stimmt am 18. Mai ab. (mz)