Parksituation und Barrierefreiheit

Neue Kreuzung an der Lohbachbrücke in Gerbstedt sorgt für Diskussionen

Von Felix Fahnert

Gerbstedt

Die erst vor wenigen Wochen eingeweihte neue Kreuzung an der Lohbachbrücke in Gerbstedt sorgt bereits für Gesprächsstoff: Zum einen wurde die Kreuzung im Bereich des Ärztehauses zuletzt beidseitig massiv von Autos zugeparkt. Zum anderen werden von Seiten der Stadtverwaltung Rufe nach einer verbesserten Barrierefreiheit laut. Bezüglich der Parksituation ist die Stadt bereits tätig geworden: Wie Jutta Halle, Fachbereichsleiterin in der Gerbstedter Verwaltung, mitteilte, wurde für die Zabenstedter Straße auf der Seite des Ärztehauses ein eingeschränktes Halteverbot eingerichtet.

Laut Verwaltung gilt dieses Parkverbot bis zur Einmündung der Bahnhofsstraße. Auf der gegenüberliegenden Seite dürfe weiter geparkt werden - zumindest außerhalb des Kreuzungsbereiches. Nach der Freigabe waren beide Straßenseiten häufig so vollgeparkt, dass dadurch der Verkehr an der neuen Kreuzung behindert wurde. Grund: Am Ärztehaus selbst seien zu wenige Parkplätze vorhanden, zudem falle wegen des aktuellen Umbaus auch der Edeka-Parkplatz weg.

Barrierefreiheit für Senioren wichtig

Die Gerbstedter Interims-Bürgermeisterin Jutta Fischer (SPD), die auch Ehrenmitglied im Kreisbehindertenverband ist, sprach derweil ein weiteres Problem an: die Barrierefreiheit. „Wir können alle morgen einen Unfall haben und im Rollstuhl sitzen“, so Fischer. Sie fordere einen stärker abgesenkten Bordstein, um die neue Kreuzung überqueren zu können. Dies sei nicht zuletzt etwa für Senioren entscheidend, die vom Ärztehaus kommen und mit Rollator zum nahe gelegenen Edeka-Markt wollen. Fischer erklärte, dass das Problem natürlich bei vielen älteren Straßen bestehe. Sie halte es aber für wichtig, zumindest bei Sanierungen auf die Barrierefreiheit zu achten. Mit der Landesstraßenbaubehörde und dem Kreisbehindertenverband soll nun eine Lösung gefunden werden, kündigte Fischer an.

Die Kreuzung an der Lohbachbrücke war am 31. März nach knapp einjähriger Sanierung wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Brücke wurde dabei durch einen Neubau ersetzt. Bei der Sanierung der Straßenkreuzung wurde die Vorfahrtsregelung geändert: Die Hauptstraße knickt nun nicht mehr in Richtung Freie Straße ab, sondern verläuft weiter entlang der Zabenstedter Straße. Der nahe gelegene Edeka-Markt soll derweil am 17. Juni neu eröffnen. (mz)