Investition der StadtwerkeInvestition der Stadtwerke: 2.400 Haushalte profitieren von neuem Blockheizkraftwerk

Hettstedt - Neben Wärme wird auch Strom produziert.

Von Tina Edler 06.10.2017, 11:11

Lothar Wachsmuth atmet auf: „Was lange währt, wird endlich gut“, sagt der Geschäftsführer der Hettstedter Stadtwerke und zeigt dabei zufrieden auf das neue Blockheizkraftwerk der Stadtwerke. Pünktlich um 12 Uhr am Donnerstag startet der Motor und die grün-graue Anlage, die für rund 2,1 Millionen Euro in der Fichtestraße errichtet wurde, beginnt zu arbeiten.

Positiver Nebeneffekt: Strom wird im Blockheizkraftwerk als Abfallprodukt hergestellt

Ein Start, der eigentlich schon vor Jahren hätte stattfinden sollen, erklärt Wachsmuth. Pläne für ein solches, allerdings kleineres, Heizkraftwerk gab es schon früher. Die wurden aber noch einmal nachgebessert. Zudem gab es erst seit Ende vergangenen Jahres, nach einer Gesetzesnovelle, Rechtssicherheit über die ökonomischen Rahmenbedingungen.

Das tonnenschwere Blockheizkraftwerk wird von nun an aber nicht nur Wärme produzieren. Auch Strom wird hier hergestellt. Zwar als Abfallprodukt, wie es bei den Produzenten heißt, aber eben auch als positiver Nebeneffekt, erklärt Wachsmuth. Denn mit dieser Kraft-Wärme-Kopplung leistet das Unternehmen einen wichtigen Schritt in Richtung effizienterer Arbeit. „Das ist auch ein großer Beitrag zur Energiewende“, sagt Karsten Franke, Technischer Leiter der Stadtwerke. Und noch etwas ist neu.

Mit der Anlage wurden außerdem zwei 13 Meter hohe Pufferspeichertürme gekoppelt. Diese übernehmen bei Bedarf die Wärmeversorgung, um eine bessere Flexibilität und Wirtschaftlichkeit des Blockheizkraftwerks zu realisieren.

Mieter der Hettstedter Wohnungsgesellschaft und  Wohnungsgenossenschaft profitieren von neuer Anlage

Die Wärme wird an Mieter der Hettstedter Wohnungsgesellschaft und der Wohnungsgenossenschaft, die im Umfeld der neuen Anlage wohnen, geliefert. Damit werden nach Angaben des Unternehmens rund 2.400 Haushalte versorgt. Und auch der Strom, der als Abfallprodukt entsteht, landet in Hettstedt. Wohnungsmieter, Schulen und Sporthallen nutzen diesen.

Mit dem neuen Blockheizkraftwerk wollen die Stadtwerke künftig den überwiegenden Teil, also rund 70 Prozent, ihrer Kundschaft versorgen, teilt das Unternehmen mit. (mz)