Stadtrat Halle

Stadtrat Halle: Eklat um Aula für 2. IGS

Halle (Saale) - Entgegen eines früheren Stadtratsbeschlusses soll die Schule nun doch keinen Anbau erhalten. Wie der Kompromiss aussieht.

Von Silvia Zöller 22.02.2017, 18:15

Eine endlose Debatte löste ausgerechnet ein fraktionsübergreifender Antrag im Stadtrat aus: Danach forderten die Linke, CDU/FDP, die Grünen und die SPD, dass die 2. IGS am künftigen Schulstandort an der Ingolstädter Straße einen Aula als Anbau erhalten soll. Dies soll bei der Planung für die Sanierung berücksichtigt werden. Allerdings war das längst beschlossene Sache und im Haushaltsplan vorgesehen. Die Stadtverwaltung lehnt dies jedoch ab, da - so Oberbürgermeister Bernd Wiegand- die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben seien.

So habe die Schulleitung trotz mehrerer Anfragen bis jetzt noch kein Schulkonzept vorlegt, in dem die Notwendigkeit einer Aula erläutert ist. Hendrik Lange (Die Linke) nannte es einen "unglaublichen Vorgang" und eine  "Affront", dass dieser Beschluss des Stadtrats nun missachtet wird. Melanie Ranft (Grüne) sagte: "Wir erwarten, dass das umgesetzt wird, was wir beschlossen haben."

Erst nach ungewöhnlich vielen Wortmeldungen und teils emotionalen Reden kam es zur Abstimmung

Erst nach ungewöhnlich vielen Wortmeldungen und teils emotionalen Reden kam es zur Abstimmung, nachdem Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) von seiner ersten Ansage abgewichen ist, dass es im Falle einer Zustimmung eine komplette Neuplanung und damit einen erheblichen Zeitverzug geben wird. Er lenkte ein und sicherte zu, dass die Aula mit eingeplant werden könne, wenn das Gesamtkonzept der Schule eingereicht wird. Dennoch könne es  zu Verzögerungen kommen. 

Geplant ist, dass die Schule vom jetzigen Standort an der Rigaer Straße im Schuljahr 2018/19 den neuen Standort bezieht. (mz)