Rosenmontagsumzug in Halle

Rosenmontagsumzug in Halle: Das planen die Karnevalisten und so verläuft die Strecke

Halle (Saale) - Am Rosenmontagsumzug in Halle beteiligen sich 49 Vereine aus der Region und darüber hinaus. Der bunte Lindwurm zieht wieder über die traditionelle Strecke.

Von Silvia Zöller

Das wird eine Materialschlacht: Alleine vier Zentner süße „Kamelle“ will der Dachverband der halleschen Karnevalisten, der Halle Saalkreis Karneval Verein (HSKV), beim Rosenmontag mit an Bord auf seinen Umzugswagen nehmen und per Wurf unter das Volk bringen. „Schönes Wetter ist auch bestellt“, verspricht HSKV-Präsident Ingo Küßner.

Auch die anderen Vereine haben ihre Wagen gut beladen: Ebenfalls vier Zentner, also 200 Kilo, haben die Lieskauer Narren geladen, darunter nicht nur Süßes, sondern auch Würste. Neben Flips, Kaugummis und Lutschern hat der Eisenbahner-Verein KCE Saxonia etwas Besonderes vorbereitet: „Wir haben das ganze Jahr über Kuscheltiere gesammelt, diese gewaschen und desinfiziert und verteilen sie an der Strecke an Kindergartengruppen“, so Präsidentin Viktoria Büchner.

Rosenmontagsumzug in Halle: Strecke durch die Steinstraße

Nach Beendigung der Bauarbeiten in der Innenstadt kann der Rosenmontagsumzug am 24. Februar erstmals wieder die altbekannte Strecke über die Geiststraße durch die Große Ulrichstraße und über Steinstraße und Hansering zum Markt ziehen. Start ist um 11 Uhr an der Burgstraße - ab 13.30 Uhr sollen die ersten Wagen der Rosenmontagsumzug auf dem Markt ankommen.

„Das Programm auf dem Markt beginnt dann, wenn alle Wagen angekommen sind, etwa gegen 16 Uhr“, sagt Küßner. Bislang haben sich 49 Vereine angemeldet - mit machen neben den Vereinen aus der Region auch Karnevalsclubs aus Mücheln, Bennungen, Nienburg oder Eisdorf. 80 Umzugswagen gehen auf die Strecke, davon rund 50 Festwagen.

Rosenmontagsumzug in Halle: Jubilare sind mit dabei

Ausdrücklicher Hinweis des HSKV ist: „Die Teilnehmer haben weder aggressive, rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtenden Handlungen vorzunehmen, zu veranlassen, zu provozieren oder zu dulden.“ Gemeint ist damit auch, am Straßenrand nicht mit einem Kostüm zu erscheinen, das einen Polizeieinsatz auslösen könnte, erklärt Küßner.

Neben dem KCE Saxonia, der 65-jähriges Bestehen feiert (siehe Beitrag unten), lassen sich im Rosenmontagsumzug unter anderem auch der der Höhnstedter Carnevalclub (66 Jahre) und der Carneval-Club Dölau (40 Jahre) feiern. Angeführt wird der Zug mit dem Wagen, in dem das Stadtprinzenpaar Axel I. und Miriam I. sitzen.

Nach Aschermittwoch ist jedoch beim HSKV noch lange nicht Schluss: Das 30-jährige Bestehen des Verbundes wird im Juni nochmals - nach einer Festsitzung im Herbst - groß am Hufeisensee gefeiert. „Dann aber ohne Orden und Narrenkappe“, sagt Ingo Küßner. Denn das ist außerhalb der Faschingszeit nur mit Genehmigung des Karneval-Landesverbandes erlaubt. (mz)