Lost Place in Sachsen-Anhalt

Radrenn-Mekka Halle: Die vergessenen Reste der letzten Rennbahn

In einem Hinterhof in der halleschen Innenstadt liegen unbeachtet die letzten Überbleibsler einer Ära, in der Radrennen Menschenmassen anzogen. Später als Kino Schauburg genutzt, ist das Velodrom nach einem Brand kaum noch zu erkennen.

Von Steffen Könau Aktualisiert: 29.05.2022, 11:42
Vor der Schauburg in Halle erinnert nichts mehr an das Velodrom.
Vor der Schauburg in Halle erinnert nichts mehr an das Velodrom. Foto: Steffen Könau

Halle - Die Bagger haben ganze Arbeit geleistet. Wenige Tage Arbeit nur brauchte es, um die legendäre Halle-Saaleschleife, auf der vor allem in den 50er und 60er Jahren Auto- und Motorradrennen vor Zehntausenden von Zuschauern stattgefunden hatten, in einen Acker zurückzuverwandeln. Der Asphalt zwischen Peißnitzinsel und dem Hochwasserdamm, der Halle-Neustadt vor Saalehochwassern schützt, musste im Zuge des Neubaus von Hochwasserschutzanlagen der Natur weichen. Der 5,2 Kilometer lange und als überaus schnell geltende Rundkurs, über den einst nicht nur hallesche Motorradfahrer wie Wolfgang Becker, Willy Blume und Hans Fromm, sondern auch Le-Mans-Star Helmut Niedermayr und die Rennwagenpiloten Willy Lehmann und Heinz Melkus jagten, verschwand rückstandsfrei.

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