Planetarium im Gasometer

Planetarium in Halle: Ende des Monats geht es mit dem Millionen-Projekt los

Halle (Saale) - Endlich! Mit Grünschnittarbeiten beginnen Ende Januar die Arbeiten zur Errichtung des neuen Planetariums im Gasometer am Holzplatz. Diesen Termin hat Kultur-Beigeordnete Judith Marquardt jetzt mitgeteilt - der Baustart war im Sommer 2017 verschoben worden. Grund war eine baufachliche Prüfung, deren Ergebnis noch abzuwarten ...

Von Silvia Zöller 20.01.2018, 08:00
Am Gasometer soll das neue Planetarium entstehen.
Am Gasometer soll das neue Planetarium entstehen. Holger John / VIADATA Photo

Endlich! Mit Grünschnittarbeiten beginnen Ende Januar die Arbeiten zur Errichtung des neuen Planetariums im Gasometer am Holzplatz. Diesen Termin hat Kultur-Beigeordnete Judith Marquardt jetzt mitgeteilt - der Baustart war im Sommer 2017 verschoben worden. Grund war eine baufachliche Prüfung, deren Ergebnis noch abzuwarten war.

Bis Ende Februar soll am alten Gasometer zurückgeschnitten werden, was im Weg ist. „Die Baustelleneinrichtung ist ab Juli 2018“, so Marquardt. Im gleichen Monat sollen dann die noch notwendigen Abbrucharbeiten beginnen.

„Abgebrochen werden unter anderem Fensterausmauerungen, Gittertür- und -toranlagen sowie der Betonanbau und die Betonrampe“, listet die Beigeordnete auf.

Geplant sei, mit diesen Arbeiten im September fertig zu sein. Die Rohbauarbeiten an dem 14,2 Millionen teuren neuen Planetarium sollen dann im Januar 2019 beginnen. Mit der Fertigstellung des Planetariums rechnet die Stadt dann für das Jahr 2020.

Der Bau wird wohl einer der spektakulärsten Objekte in Halle: Er ersetzt das 1978 eingeweihte Raumflugplanetarium „Siegmund Jähn“ auf der Peißnitz, das bei der Flut 2013 schwer beschädigt wurde. Deswegen wird der Neubau auch aus Fluthilfemitteln finanziert.

Die Zusage für die Förderung der Kosten aus dem Fluthilfetopf liegen bereits vor, erklärte Marquardt schon Ende 2017. Für das neue Planetarium wird das ehemalige Gasometer lediglich die äußere Hülle werden.

In den Rundbau wird eine zwölf Meter hohe Kuppel eingebaut, an die Sternenbilder mit einem Zeiss-Projektor geworfen werden. Doch der Kuppelsaal mit gut 110 Stühlen soll auch für andere kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

An das alte Planetarium soll der Schriftzug „Raumflugplanetarium“ erinnern, der an der Fassade des Gasometers angebracht werden soll. Der MZ-Verein „Wir helfen“ beteiligt sich mit 150.000 Euro an der Inneneinrichtung, die von der Fluthilfe nicht übernommen wird. (mz)