Nach schweren Unfällen auf der L165

Nach schweren Unfällen auf der L165: Petition fordert Kreisel für mehr Sicherheit

Halle (Saale) - Zwei tödliche Unfälle kurz hintereinander haben Autofahrer und Anwohner entlang der Landesstraße 165 bei Queis aufgeschreckt. Nun könnte Bewegung in die viel kritisierte Verkehrssituation im Osten von Halle kommen. In einer Petition wird ein Umbau der Kreuzungen in zwei Kreisverkehre ...

Von Oliver Müller-Lorey 10.08.2020, 11:02

Zwei tödliche Unfälle kurz hintereinander haben Autofahrer und Anwohner entlang der Landesstraße 165 bei Queis aufgeschreckt. Nun könnte Bewegung in die viel kritisierte Verkehrssituation im Osten von Halle kommen. In einer Petition wird ein Umbau der Kreuzungen in zwei Kreisverkehre gefordert.

Nach schweren Unfällen: Petition für mehr Verkehrssicherheit an der L165

Zuerst hatte sich am 16. April ein folgenschwerer Unfall auf der Landesstraße im Kreuzungsbereich zum Starpark ereignet. Ein abbiegender Lastwagen war mit einem Auto zusammengestoßen, an dessen Steuer ein Feuerwehrmann saß. Er starb bei dem Unfall. Gut einen Monat später kollidierte nur wenige Hundert Meter weiter an der nächsten Kreuzung zur Klepziger Straße ein Auto mit einem Motorrad. Der Fahrer starb, seine Beifahrerin verlor ihr ungeborenes Kind.

Im Internet wurde vor zwei Wochen eine Petition unter dem Motto „Risikostraße 165, Sicherheit statt weitere Todesopfer“ gestartet, die bereits 80 Unterstützer hat. Darin heißt es: „An den zwei Kreuzungen müssen verkehrssichernde Maßnahmen getroffen werden. Ein stationärer Blitzer oder eine Ampel bremst keinen.“ Nur ein Kreisverkehr könne hier helfen.

Tempolimit wurde wieder heraufgesetzt

Ob die Idee umgesetzt wird, ist noch völlig unklar. Der zuständige Saalekreis ist von der MZ dazu angefragt. Er hatte nach dem Unfall an der Kreuzung zur Klepziger Straße für Kritik gesorgt, weil das Tempolimit ausgerechnet von 70 auf 100 Kilometer pro Stunde heraufsetzte. Begründet wurde das mit mehr Verkehrssicherheit. 

Unterdessen laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dem zweiten Unfall. Es werde derzeit ein Dekra-Gutachten erstellt, sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann. Dabei gehe es unter anderem um die Geschwindigkeit der Unfallfahrzeuge. (mz)