Nach archäologischem Fund

Nach archäologischem Fund: Bauarbeiten in Großen Steinstraße verzögern sich um Monate

Halle (Saale) - Nach archäologischem Fund: Bauarbeiten in Großen Steinstraße verzögern sich um Monate

07.07.2018, 13:41

Die archäologischen Funde auf dem Joliot-Curie-Platz in Halle verzögern die Bauarbeiten in der Großen Steinstraße im Rahmen des Stadtbahnprogramms.

Wie Havag-Chef Vinzenz Schwarz am Samstag auf einem Baustellenfest erklärte, sollen spätestens Ende April 2019 die Straßenbahnen wieder fahren. Ursprünglich wollte die Havag schon Ende dieses Jahres fertig sein.

Die Kosten für das anspruchsvolle Projekt liegen bei 12,5 Millionen Euro. Neben neuen Gleisanlagen wird auch die Straße um- und ausgebaut. Haltestellen werden barrierefrei. Der Joliot-Curie-Platz erhält eine völlig neue Verkehrsführung.

Bauarbeiten in der Großen Steinstraße und Juliot-Curie-Platz: Geschäfte müssen Einbußen hinnehmen

"Die örtlichen Gegebenheiten sind für Planer und die ausführenden Firmen eine große Herausforderung", so Schwarz. Man sei mit den Händlern und der Stadt in einem kreativen Dialog, damit die Menschen hier einkaufen gehen, obwohl gebaut werde.

"Das Baustellenfest ist Bestandteil dieses Konzeptes. Und wir haben noch viele Aktionen vor", meinte der Havag-Chef. Aber natürlich müssten die Geschäfte Einbußen hinnehmen.

Man versuche aber alles, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Havag-Prokurist Bernd Blumenau zollte allen Beteiligten seinen Respekt.

Bauarbeiten in Großer Steinstraße und am Juliot-Curie-Platz: Archäologen arbeiten an Dokumentation der Funde

"Wir sind hier nicht der Hauptstadtflughafen BER, wo sich die Fertigstellung seit Jahren verschiebt. Wir sind zum Erfolg verdammt." Deshalb passe man den Bauablauf immer wieder den Gegebenheiten an.

Unterdessen wollen die Archäologen ihr Team verstärken, um die Überreste der Stadtmauer und des alten Steintors aus dem 12. Jahrhundert, die im Boden entdeckt worden sind, so schnell wie möglich dokumentieren zu können. Danach verbleiben die Funde im Boden. (mz/dsk)