Mehr Transparenz?

Mehr Transparenz?: Mietspiegel wird für Halle erstellt

Halle (Saale) - Der geplante Mietspiegel hat erneut für Diskussionen im Stadtrat gesorgt. Die Grünen wollten die rund 250.000 Euro für dessen Erstellung streichen. „Der Mietspiegel nützt niemandem etwas. Im Gegenteil, er treibt die Mietpreise sogar noch in die Höhe“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Inés ...

31.01.2020, 07:34

Der geplante Mietspiegel hat erneut für Diskussionen im Stadtrat gesorgt. Die Grünen wollten die rund 250.000 Euro für dessen Erstellung streichen. „Der Mietspiegel nützt niemandem etwas. Im Gegenteil, er treibt die Mietpreise sogar noch in die Höhe“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Inés Brock.

Mietspiegel für Halle wird erstellt

Denn der Mietspiegel beziehe sich nur auf Mietverträge, die in der vergangenen sechs Jahren geschlossen wurden. Dadurch würden Mieter mit älteren Verträgen benachteiligt werden. Linke sowie Mitbürger/Die Partei unterstützten die Grünen. Freie-Wähler-Stadtrat Johannes Menke kämpfte hingegen für den Mietspiegel.

Er hielt dagegen, dass sich Mieter erst mit einem solchen Instrument gegen unverhältnismäßige Mieterhöhungen wehren könnten. Sonst gebe es keine Vergleichswerte. „Die Grünen machen nur eine Klientelpolitik für ihre Wähler im Paulusviertel. Die Menschen in Halle-Neustadt oder der Innenstadt sind ihnen egal“, sagte Menke. Der Antrag der Grünen wurde mit 30 Nein-Stimmen und 24 Ja-Stimmen abgelehnt. (mz)