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„Klasse 2.0“ startet

Projekt soll Medienkompetenz von Schülern in Halle fördern

Zum Auftakt des Projektes wurden den Lehrern die Angebote der Mitteldeutschen Zeitung erläutert.

Von Diana Dünschel Aktualisiert: 21.09.2022, 16:23
Zeitunglesen schafft Durchblick:  Das  MZ-Projekt „Klasse 2.0“  steht in den Startlöchern.
Zeitunglesen schafft Durchblick: Das MZ-Projekt „Klasse 2.0“ steht in den Startlöchern. Dirk Skrzypczak

Halle (Saale) / MZ - Mit einem Digitalseminar für die beteiligten Lehrer startete Dienstag die 19. Auflage des Projektes „Klasse 2.0“ der Mitteldeutschen Zeitung für den Süden Sachsen-Anhalts. Ziel ist es, Schüler zum einen in Medienkompetenz zu schulen und ihnen zum anderen Hilfe beim Zurechtfinden im schier undurchdringlichen Datendschungel zu bieten.

Die Daten werden von der Good Conversations gGmbH erhoben und verarbeitet.

Dafür stellt die Zeitung den angemeldeten Klassen insgesamt vier Wochen lang kostenlos täglich die MZ zum Arbeiten im Unterricht zur Verfügung, die dann fächerübergreifend genutzt werden kann. Lehrmaterialien und Themenvorschläge werden den Pädagogen parallel dazu zur Verfügung gestellt. Außerdem sind interessante Veranstaltungen auch wieder außerhalb der Schulen möglich. In diesem Schuljahr liegt der Projektschwerpunkt auf dem Thema „Demokratie und Teilhabe“. Julia Braune und Sabine Baumgärtel von der Netzwerkstelle „Lernen durch Engagement Sachsen-Anhalt“ gaben den Lehrern einen Überblick, wie sie den Lehrplan mit praktischen Tätigkeiten verbinden können. Einfaches Beispiel: Im Unterricht geht es um Naturschutz/Klima/Ökologie. Die praktische Umsetzung könnte etwa die Pflege von Grünanlagen sein. Oder die Klasse schwärmt aus und sammelt Müll. Es geht letztlich darum, dass junge Menschen ein Angebot bekommen, sich selbst mit einzubringen.

Tilmann Radix vom Media Consulting Team aus Dortmund, das das Klasse-Projekt inhaltlich und organisatorisch betreut, stellte das Arbeitsmaterial des Projektes vor. Neu ist eine digitale Plattform, auf der Lehrer mit ihren Schülern Aufgaben lösen können. Gleichzeitig sollen sich die Schüler als Journalisten ausprobieren, Texte schreiben und fotografieren und in einem Blog oder sogar in der MZ veröffentlichen. Für den besten Beitrag winkt eine Pizza in Klassenstärke.

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Ellen Haunstein vom Partnerunternehmen Mitgas kann den Klassen darüber hinaus auf Wunsch besondere Höhepunkte bieten, wie sie erklärte. Der Besuch in einem der Mitgas-Ausbildungszentren gehört dazu oder das Aneignen von Energiewissen. Mitarbeiter würden mit einem Elektroauto auf den Schulhof kommen und mehr zur E-Mobilität erklären. Und dank der Kooperationen mit verschiedenen Sportvereinen ist das Kennenlernen von Sportlern der Basketball-Wölfe aus Weißenfels ebenso möglich wie der erfolgreichen Volleyballer aus Spergau.

Das Projekt beginnt am 10. Oktober mit dem ersten von zwei Durchgängen in Halle, dem Saalekreis und dem Burgenlandkreis. Bisher sind in diesem Bereich etwa 80 Schulklassen angemeldet. Ziel ist es laut Lutz Würbach, dem für das Projekt zuständigen Redakteur der MZ, im gesamten Verbreitungsgebiet der Zeitung etwa 300 Klassen, also 6.000 Schüler, als Teilnehmer zu gewinnen.