Kommentar zum Geheimnisverrat im Jobcenter Halle

Kommentar zum Geheimnisverrat im Jobcenter Halle: Der nächste Skandal

Das hallesche Jobcenter, das für die Langzeitarbeitslosen in der Stadt zuständig ist, steht mal wieder in der Kritik. Nach der Affäre um die frühere Chefin gibt es nun den nächsten Skandal. Vertrauliche Daten von Mitarbeitern sind vom Betriebsrat veröffentlicht worden. Ein ungeheuerlicher Vorgang aus Sicht der Angestellten. Mittlerweile ermittelt sogar die ...

Von Gert Glowinski
Jobcenter
Jobcenter dpa-Zentralbild

Das hallesche Jobcenter, das für die Langzeitarbeitslosen in der Stadt zuständig ist, steht mal wieder in der Kritik. Nach der Affäre um die frühere Chefin gibt es nun den nächsten Skandal. Vertrauliche Daten von Mitarbeitern sind vom Betriebsrat veröffentlicht worden. Ein ungeheuerlicher Vorgang aus Sicht der Angestellten. Mittlerweile ermittelt sogar die Polizei.

Das Jobcenter kämpft nun einmal mehr mit einer Vertrauenskrise. Nach außen wirkt noch der Rausschmiss der langjährigen Leiterin wegen des Verdachts auf Vorteilsnahme nach, nun dürften auch etliche Mitarbeiter in der Behörde verunsichert sein, weil sie nicht sicher sein können, dass sensible Daten wie Krankengeschichte und Arbeitseinstellung nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden.

Die neue Führung des Jobcenters muss nun alles tun, um verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Nur so kann das Jobcenter auch künftig verlässlich seinen Aufgaben nachkommen. Die Datenschutz-Affäre als Problemchen abzutun, wäre garantiert nicht der richtige Weg.

Den Autor erreichen Sie unter: gert.glowinski@mz-web.de