Vorstoß des OB

Kita in Halle (Saale): Sind städtische Kitas samt Mittagessen bald kostenlos?

Halle (Saale) - Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) will eine kostenlose Betreuung für Kinder in den städtischen Kitas. Auch für das Mittagessen sollen Eltern nicht mehr zahlen sollen.

03.11.2018, 09:59
In der Kindereinrichtung „Unterm Regenbogen“ in Halle (Saale) probieren die Kinder Milan, Filine, Charlotte, und Anastasia mit Luba Balde (v.l.), wie Wolle gekämmt werden kann.
In der Kindereinrichtung „Unterm Regenbogen“ in Halle (Saale) probieren die Kinder Milan, Filine, Charlotte, und Anastasia mit Luba Balde (v.l.), wie Wolle gekämmt werden kann. dpa-Zentralbild

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) will eine kostenlose Betreuung für Kinder in den städtischen Kitas. Auch für das Mittagessen sollen Eltern nicht mehr zahlen sollen.

Das erklärte der OB am Freitag bei einem Termin in Trotha. Dort kündigte er zudem an, ein Investitionsprogramm zur Sanierung und Modernisierung von städtischen Turnhallen auflegen zu wollen, wenn das Investitionsprogramm „Bildung 2022“ abgeschlossen ist. Die Turnhallen könne man sich dann ab 2025 vornehmen. Es handele sich um strategische Ziele.

Kostenlose Kitas in Halle: Reaktionen aus der Politik

Andreas Silbersack (FDP), der im Oktober 2019 wie Wiegand bei der OB-Wahl antritt, warf dem Amtsinhaber daraufhin Ankündigungspolitik vor. „Zum Nulltarif wird es das nicht geben. Projekte müssen auch finanzierbar sein. Es hilft der Stadt nicht, wenn wir uns ein Wolkenkuckucksheim bauen“, sagte Silbersack der MZ.

Einen Überbietungswettkampf werde es mit ihm nicht geben. Hendrik Lange (Linke), OB-Kandidat von Rot-Rot-Grün, hat den Eindruck, „dass der OB ein Jahr vor der Wahl so viele Themen wie möglich besetzen will“. Der Vorstoß für eine kostenlose Mittagsverpflegung in den Kitas sei nicht neu. „Diese Variante haben wir schon länger in der Pipeline.“ Auch eine kostenlose Betreuung aller Kinder „sei großartig“.

Allerdings könne Halle die Umsetzung nicht alleine finanzieren. „Dafür brauchen wir das Land.“ Der OB äußere Ideen, die unter einem Finanzierungsvorbehalt stehen. „Wie glaubwürdig das ist, muss jeder für sich entscheiden“, sagte Lange. (mz/dsk)